Zitate

„Wenn die Menschen einen Schritt vorwärts tun zur Beherrschung der äußeren Natur, dann müssen wir vorher drei Schritte der ethischen Vertiefung nach innen getan haben.“
Novalis (1772-1801), deutscher Schriftsteller und Philosoph

„Unser Zeitalter muss lernen, dass nicht alles zu „machen“ ist.“
Karl Jaspers (1883-1969), deutscher Philosoph des Existentialismus und Schriftsteller

„Das Verhängnis unserer Kultur ist, dass sie sich materiell viel stärker entwickelt hat als geistig.“
Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph

„Etwas Bornierteres als den Zeitgeist gibt es nicht. Wer nur die Gegenwart kennt, muss verblöden.“
Hans Magnus Enzensberger (1929-), deutscher zeitkritischer Essayist und Schriftsteller

„Ansichten, die vom herrschenden Zeitgeist abweichen, geben der Menge stets ein Ärgernis.“
Germaine de Stael (1766-1817), französische Schriftstellerin

„Lass andere darüber klagen, dass unsere Zeit böse sei; ich klage darüber, dass sie armselig ist, denn sie ist ohne Leidenschaft.“
Søren Kierkegaard (1813-1855), dänischer Philosoph, Theologe und Schriftsteller

„Ich hoffe es noch zu erleben, dass das Narrenschiff der Zeit an dem Felsen der christlichen Kirche scheitert.“
Otto Eduard Leopold von Bismarck (1815-1898), preußisch-deutscher Staatsmann

„Die Hauptgefahr im 20. Jahrhundert wird sein: eine Religion ohne den Heiligen Geist, Christen ohne Christus, Vergebung ohne Buße, Heil ohne echte Erneuerung, Politik ohne Gott und ein Himmel ohne Hölle.“
William Booth (1829-1912), englischer Sozialarbeiter und Seelsorger

„Der Westen hat Christus verloren; daran muss er zugrunde gehen.“
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter

„Der Montag ist in christlichen Ländern der Tag nach dem Fußballspiel.“
Ambrose Gwinnet Bierce (1842-1914), US-amerikanischer Journalist und Satiriker

„Aber das Ideal der Einfachheit macht das Leben in der modernen Gesellschaft noch schwieriger.“
Vincent van Gogh (1853-1890), niederländischer Maler

„Europa ist heute nur dem Namen nach christlich. In Wirklichkeit betet es den Mammon an.“
Mahatma Gandhi (1869-1948), indischer Freiheitskämpfer

„Die Erneuerung des Volkes muss eine Herzenserneuerung sein, eine Umwandlung des inneren Menschen. Diese Herzenserneuerung muss bestehen in einer gründlichen Abkehr von der Gottlosigkeit, vom reinen Diesseitskult und einer herzhaften Rückkehr zum Gottesglauben, zum Geist des Christentums.“
Rupert Mayer (1876-1945), deutscher katholischer Straßenprediger

Wir leben in einer Zeit vollkommener Mittel und verworrener Ziele.“
Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie

„Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und zu sagen: Nein!“
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist, Satiriker

„Das Kennzeichen der modernen Zeit ist die metaphysische Verdummung des Menschen.“
Franz Werfel (1890-1945), österreichischer Schriftsteller

„Unsere Zeit ist erfüllt vom Aberglauben an das Gegenständliche.“
Peter Bamm (1897-1975), deutscher Schiffsarzt, Essayist und Feuilletonist

„Die zerstörerischen Tendenzen nehmen meines Erachtens heute deshalb so zu, weil die Langeweile wächst, weil die Sinnlosigkeit des Lebens wächst, weil die Menschen ängstlicher werden, weil sie keinen Glauben an die Zukunft und keine Hoffnung haben.“
Erich Fromm (1900-1980), amerikanischer Psychoanalytiker und Gesellschaftskritiker

„Menschliche Eigenschaften wie Güte, Großzügigkeit, Offenheit, Ehrlichkeit, Verständnis und Gefühl sind in unserer Gesellschaft Symptome des Versagens. Negativ besetzte Charakterzüge wie Gerissenheit, Habgier, Gewinnsucht, Gemeinheit, Geltungsbedürfnis und Egoismus hingegen sind Merkmale des Erfolges. Man bewundert die Qualitäten der ersten und begehrt die Erfolge der Letzten.“
John Steinbeck (1902-1968), amerikanischer Schriftsteller

„Der neue Zeitgeist: Selbstbewusstsein ohne Bewusstsein.“
Stanislaw Jerzy Lec (1906-1966), polnischer Satiriker

„Dass sozialer Fortschritt mit steigendem Lebensstandard identisch sei, wird zu einem Glaubensbekenntnis.“
John Kenneth Galbraith (1908-), US-amerikanischer Ökonom

„Weil viele Zeitgenossen keine eigenen anspruchsvollen Fragen haben, besitzen sie auch kein Schöpfgefäß mehr, um in die Tiefe des Brunnens der Gottesfrage hinabzureichen. Das merken sie jedoch gar nicht, sondern behaupten im Gegenteil kühn, dass dieser Brunnen kein Wasser mehr enthalte.“
Heinz Zahrnt (1915-), deutscher evangelischer Theologe

„Atheismus ist das Grundübel unserer Zeit. Die Menschen haben Gott vergessen, und das ist der Grund für die Probleme des zwanzigsten Jahrhunderts.“
Alexander Solschenizyn (1918-), russischer Schriftsteller, Literaturnobelpreis 1970

„Nichts scheut der moderne Mensch mehr als ein Rendezvous mit sich selbst. Davon lebt die Vergnügungsindustrie.“
Fritz Muliar (1919-2009), österreichischer Schauspieler

„Wir haben noch genug Lebensmittel, aber keine Lebensmitte.“
Phil Bosmans (1922-), belgischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller

„Wer den Zeitgeist heiratet, wird bald Witwer sein.“
August Everding (1928-), deutscher Regisseur und Intendant

„Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen.“
Heiner Geißler (1935-), deutscher Politiker

„Die Kirche kann sich nicht wie ein Unternehmen verhalten, das sein Angebot ändert, wenn die Nachfrage nachlässt.“
Karl Lehmann (1936-), deutscher Theologe, Bischof von Mainz

„Statt des persönlichen Gottes nun jedem sein eigener PC. So endet die größte aller Revolutionen in der Banalität des berechnenden Unglaubens, und es scheint, als sei das in der Vorsehung programmiert.“
Nikolaus Cybinski (1936-), deutscher Aphoristiker

„Heutzutage wird alles genau bestimmt, zerlegt, analysiert, durchleuchtet, abgehandelt und abgewogen, auseinandergenommen und eingeordnet. Ist es da ein Wunder, dass alles Stückwerk bleibt?“
Ernst Ferstl (1955-), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker

„Jede Abweichung vom herrschenden Zeitgeist wird sofort mit einem Lächerlichmachen bestraft.“
Ernst Ferstl (1955-), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker

„Medien schaffen, ob sie wollen oder nicht, ein neues Modell unserer Geistigkeit, nicht nur in der Sphäre der alltäglichen Sitten, sondern vor allem in der Denkweise des zeitgenössischen Menschen und seiner moralischen Empfindsamkeit.“
Andrzej Szczypiorski (1924-2000), polnischer Schriftsteller

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2 responses

14 07 2009
Matteo Bodini

Hallo Herr Zelger!

Tolle Zitatsammlung, nur das von Solschenizyn ist meiner Meinung nach nicht korrekt! Ansonsten ist die ganze Seite toll!

Grüße
Matteo

4 10 2009
Wieser

Vielleicht hat Solschenizyn recht, aber nur deswegen weil sich hinter dem Atheismus etwas verbirgt, das allen Religionen nicht recht und zwar das, dass sie nicht mehr beachtet werden. Deswegen müsste der Spruch wohl lauten, dass der Atheismus das Problem der Religionen ist, nicht das des 20. Jahrhunderts. Recht gebe ich Lehmann, die Kirche kann ihre Angebote nicht ändern, was beweißt, dass sie zumindest standhaft ist, auch wenn dies im Endeffekt der Grund für die Abwendung der Menschen von der Kirche ist und damit zugleich der Untergang der Kirche.

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