Was mir zu Zeitreisen einfällt

28 01 2010

Ich gebe zu, das Thema Zeitreisen ist nicht ein typisches dieses Weblogs. Ich vermeide es normalerweise, ganz Abstruses oder Kurioses auszupacken, außer es passt zur generallen Ausrichtung der Seite. Zeitreisen sind faszinierend. Sollte es einen Dschinn geben, der mir aus der Flasche erscheint und mir einen einzigen Wunsch erfüllt, ich würde ganz egoistisch wollen, dass ich durch die Geschichte sausen und alles mit eigenen Augen beobachten kann. Es wäre vielleicht der einzige Wunsch, bei dem ich in Versuchung geführt werden könnte, meine Seele anzupreisen (wenn ich eine haben – frei nach Arthur Sch.): Beim Bau der Cheopspyramide dabei sein, bei der Krönung von Karl zum Kaiser (wenn es ihn tatsächlich gab), bei William Shakespeare unter dem Schreibtisch … Ein wunderbarer Traum. Jetzt aber zu meinen Einfällen. Wenn es irgendwann möglich sein wird, tatsächlich solche Reisen anzutreten (Physiker sind sich ja nicht grundsätzlich einig, ob so etwas auf alle Fälle ausgeschlossen werden kann), dann müsste es rück- bzw. vorwirkend gesehen, zu allen Zeiten solche Reisende geben – wenn die Zeit interessant, wichtig, aufregend, bahnbrechend, zukunftsweisend genug ist, dass zukünftige Zeitreisende sich für genau dieses Zeitfenster entscheiden. Aber ich sehe niemanden?

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Realtime und einige Gedanken dazu

3 12 2009

Schon wieder Anmerkungen zur Zeit und dem Zeitbegriff, werden sich einige denken. Als der österreichisch-ungarische Thronfolger Franz Ferdinand mit seiner Frau Sophie am 28. Juni 1914 in Sarajevo ermordert wurde, veröffentlicht der „Tiroler Volksbote“ auf seiner ersten Seite einen Artikel mit dem Titel „Der Mord am Thronfolgerpaar“. Das interessante an der ganzen Sache ist, dass die Zeitung am 10. Juli (!) 1914 erschienen ist. Zwischen Ereignis und Berichterstattung lagen zwei Wochen. Gut, andere Zeitungen haben natürlich sofort am nächsten Tag darüber berichtet, anderes würde man auch nicht erwarten. Durch die Segnungen der modernen Technik wird es möglich, immer weniger Zeit zwischen Vorgefallenem und Berichterstattung verfließen zu lassen. Ja, es ist sogar möglich, in realtime, in Echtzeit zu berichten – von jedem Punkt der Erde für alle Menschen mit einem entsprechenden Zugang. Bemerkenswert finde ich diesbezüglich, dass der 31-jährige Dana Hanna während seiner Hochzeitszeremonie das Handy herauszieht und kurz vor dem entscheidenden Kuss zu filmen beginnt, das Video online stellt und gleichzeitig seinen Status auf Facebook verändert. Auch für seine Frau Tracey, die von der Aktion nichts wusste, hat er das Handy mitgebracht, damit sie ebenfalls ihren Status ändern konnte. Es fehlt nun nur noch eine Berichterstattung vor den Ereignissen selbst. Sozusagen in Überlichtgeschwindigkeit.





Was ist Zeit?

29 11 2009

Wie schnell (oder für manche auch langsam) die Zeit vergeht, zeigt das Animationsvideo Trillions von Maya Design, in dem es um die Entwicklung der Computer geht. Das Video erinnert auch daran, dass ein Computer früher ein Mensch war und keine Maschine …