Was mir zu Zeitreisen einfällt

28 01 2010

Ich gebe zu, das Thema Zeitreisen ist nicht ein typisches dieses Weblogs. Ich vermeide es normalerweise, ganz Abstruses oder Kurioses auszupacken, außer es passt zur generallen Ausrichtung der Seite. Zeitreisen sind faszinierend. Sollte es einen Dschinn geben, der mir aus der Flasche erscheint und mir einen einzigen Wunsch erfüllt, ich würde ganz egoistisch wollen, dass ich durch die Geschichte sausen und alles mit eigenen Augen beobachten kann. Es wäre vielleicht der einzige Wunsch, bei dem ich in Versuchung geführt werden könnte, meine Seele anzupreisen (wenn ich eine haben – frei nach Arthur Sch.): Beim Bau der Cheopspyramide dabei sein, bei der Krönung von Karl zum Kaiser (wenn es ihn tatsächlich gab), bei William Shakespeare unter dem Schreibtisch … Ein wunderbarer Traum. Jetzt aber zu meinen Einfällen. Wenn es irgendwann möglich sein wird, tatsächlich solche Reisen anzutreten (Physiker sind sich ja nicht grundsätzlich einig, ob so etwas auf alle Fälle ausgeschlossen werden kann), dann müsste es rück- bzw. vorwirkend gesehen, zu allen Zeiten solche Reisende geben – wenn die Zeit interessant, wichtig, aufregend, bahnbrechend, zukunftsweisend genug ist, dass zukünftige Zeitreisende sich für genau dieses Zeitfenster entscheiden. Aber ich sehe niemanden?





Gen-Mais führt zu Organschäden

13 01 2010

Die französischen Wissenschaftler Joël Spiroux de Vendômois, François Roullier, Dominique Cellier und Gilles-Eric Séralini haben in ihrer aktuellen Studie „A Comparison of the Effects of Three GM Corn Varieties on Mammalian Health“ Nebenwirkungen der Gen-Mais-Sorten NK 603, MON 810 und MON 863 nachgewiesen. Die Sorten stammen von dem amerikanischen Konzern Monsanto. Ergebnis: In einem 90tägigen Laborversuch mit Ratten traten signifikante Organschäden auf – vor allem an Leber und Nieren.





Was die Welt heute bewegt (Folge 1)

22 12 2009

Der Anschlag auf Berlusconi war inszeniert (das beweist ein Video!), Wissenschaftler erklären, dass Engel aufgrund ihres Gewichtes nicht fliegen können, der Savant Kim Peek stirbt 58-jährig an einem Herzstillstand, Amy Winehouse randaliert und Schweizer Schüler dürfen doch „Stille Nacht“ singen (O-Ton der sekundäregeschlechtsmerkmaleeinziehenden Bildungsdirektorin: „Wenn ein Kind den Text nicht mitsingen will, kann es zum Beispiel ein Instrument spielen„).





Schöne (?) neue (!) Welt (?!)

11 12 2009

Forschern der New York University um Elizabeth Phelps ist es erstmals gelungen, negative Erinnerungen zu löschen, ohne dabei Medikamente einzusetzen. Das menschliche Gedächtnis ist nicht, wie bisher angenommen, ein starrer, unveränderlicher Speicher. Erinnerungen werden regelmäßig reaktiviert und auf ihre aktuelle Relevanz hin überprüft, bevor sie erneut gefestigt werden. Während dieser Rekonsolidierungsphase lassen sich Gedächtnisinhalte verändern, und eben auch löschen.





Etwas fürs Wochenende

5 12 2009




Was stimmt hier nicht? (Folge 1)

4 12 2009

Wenn man sich die Entwicklung des Schul- und Bildungswesen der letzten Jahre ansieht, dann stellt man fest, dass im Primar- und Sekundarbereich, also bis zur Matura/zum Abitur, immer mehr Wahl- und Wahlpflichtfächer angeboten werden. Damit soll den Schülern das eigenständige, nach persönlichen Bedürfnissen und nach persönlichen Fähigkeiten orientierte Entscheiden näher gebracht werden. Ob ein 12-jähriger Schüler aber tatsächlich in der Lage ist, abzuschätzen, welche Fächer und Inhalte für sein späteres Leben Bedeutung haben werden, sollte noch diskutiert werden. Auf der anderen Seite beklagen immer mehr Studenten und Professoren die Verschulung der Universitäten. In diesem Bereich geht man also genau den umgekehrten Weg. Aber gerade hier sollte sich neben der Freiheit der Lehre auch die Freiheit des Lernens entfalten dürfen. Ich finde es wichtig, dass junge Menschen bis zur Reifeprüfung eine möglichst breite Allgemeinbildung erhalten, über die sie nicht selbst entscheiden dürfen (oder nur in sehr eingeschränktem Maße). Dafür sollten aber danach die Bildungsinhalte nur in Grundzügen, nicht aber im Detail vorgegeben werden. Zuerst muss man sich eine Basis aneignen, danach kommt das eigenständige Forschen.





Wahrheit, Lügen und unser Gehirn

20 11 2009




Die großen Fragen und das laute Schweigen dazu

19 11 2009

Der Grund für erneut retrakonlose Tage liegt glücklicherweise nicht in einem weiteren Zuschlagen aggressiver Viren, sondern an einer mehrtägigen Fortbildungsveranstaltung in Strobl am Wolfgangsee, die mich offline intensiver denken ließ als online. Ein zentrales Thema meiner Fortbildung war die Willensfreiheit des Menschen. Nun ja, wenn man Neurophysiologen, Neurobiologen und anderen Neuroirgendetwas Glauben schenken darf, dann sind wir nicht frei, sondern vollständig durch unsere Hirnprozesse determiniert. Gut, das war keine neue Erkenntnis, denn es gehört schon seit einigen Jahrzehnten zum guten wissenschaftlichen Ton, den Menschen zu einer Maschine zu erklären. Zugegeben, alle ernst zu nehmenden wissenschaftlichen Experimente zu diesem Thema zeigen eindeutig, dass unser Gefühl, frei zu sein und frei entscheiden zu können, nichts anderes ist als eine Illusion. Es gibt nun mehrere Möglichkeiten, auf dieses Wissen zu reagieren: a) Man könnte es einfach ignorieren und weiter leben wie bisher, b) Man könnte die Experimente anzweifeln und versuchen, sie zu widerlegen, weil „nicht sein kann, was nicht sein darf“, c) Man könnte aus dem Wissen Konsequenzen ziehen und die Welt verändern. Wer sich für a) entscheidet, gehört vielleicht zur großen Mehrheit; dazu zählen auch jene, denen es vollkommen egal ist, wie die Antwort auf diese Frage lautet, weil sie nicht verstehen, dass an der Frage nach der Freiheit des Menschen so viel hängt. Typ b) gehört zu einem interessanten Menschenschlag. Benjamin Libet, der mit seinen berühmten Experimenten den „Wir sind Maschinen“-Wissenschaftlern Tür und Tor geöffnet hat, war mit seinen Einsichten selbst vollkommen unzufrieden und wollte die Ergebnisse seiner eigenen wissenschaftlichen Sensation nicht akzeptieren. Damit gehört er aber sicherlich zu einer Minderheit. Einige Philosophen fallen ebenfalls in diese Kategorie, denn sie wissen, was auf dem Spiel steht, wenn die Freiheit kippt. Nur, wie soll man gegen naturwissenschaftlich kaum anzweifelbare Ergebnisse von bewährten und oft wiederholten Experimenten ankämpfen? Vielleicht indem man das große Ganze betrachtet und Widersprüche sucht. Schließlich Möglichkeit c). Dazu gehören einige Koryphäen der Neurowissenschaften. Sie zeigen schlüssig unser Determiniertsein, aber wenn diese Erkenntnisse unumstößlich das letzte Wort wären, müsste sich eine Menge in unserer Gesellschaft ändern. Keine unangenehme, illegale, böse, falsche oder sonst tadelnswerte Handlung dürfte beanstandet werden, denn wenn der Mensch nicht frei in seinem Handeln ist, wie soll man ihm denn Vorwürfe machen. (Natürlich müsste man Triebtäter „wegsperren“, um die anderen zu schützen, aber eigentlich können sie ja nichts dafür.) Aus dem Status quo, d.h. aus der Tatsache, dass wir immer noch unter den selben Umständen leben, ziehe ich folgenden Schluss: Auch wenn alles darauf hindeutet, dass wir von unserem Gehirn gesteuert werden und ein freier Wille, ja sogar unser Ich reine Illusion sind, werden wir es nicht hinnehmen und alles daran setzen, den Menschen als Menschen zu retten. Und was ich in den vergangenen Tagen ebenfalls noch gelernt habe: Wenn es um die wirklich bedeutenden Fragen geht, dann haben auch hoch dekorierte Universitätsprofessoren keine Antworten und müssen zugeben „Das weiß ich nicht.“ Aber das sagen sie sehr laut.





Das Wissen schafft mich …

2 11 2009

Wenn man die Körpermaße von 1.100 Österreichern mit ihrem Glauben an übernatürliche Erscheinungen vergleicht, dann ergibt sich – dank einer aktuellen wissenschaftlichen Untersuchung, die in „Personality and Individual Differences“ publiziert wurde – das folgende Bild: Je kleiner bei der Geburt, desto offener für einen entsprechenden Glauben. Gut, ich war damals 50 cm lang, mein Sohn 52 cm. Was sagt mir das? Dass ich Österreicher sein muss, um in den Geltungsbereich dieser Studie zu fallen? Meine Großeltern wurden alle vor 1919 geboren – na, also. Aber das ist eine andere Geschichte. Muss man nun die russische Mutter, deren Kind bei der Geburt 7,75 kg wog, oder die chinesische Mutter, deren Kind 75 cm groß war, aus ganz anderen Gründen bemitleiden? Oder sind diese Kinder das Anti-Übernatürliche in Person? Ob das auch eine Studie belegen kann, wage ich zu bezweifeln. Eine Frage zwickt mich noch: Ich verstehe, dass man Vermutungen wissenschaftlich untersucht oder Experimente macht und zu einigen Erkenntnissen kommt, aber ich frage mich, wer auf die Idee kommt, Österreicher zu vermessen, um deren Affinität zu Übernatürlichem zu erklären?





YouTube-Video legt Firmenserver lahm

25 10 2009

Das Video des Würzburger Unternehmens „Kurzzeit“ enthält Aufnahmen mit einer Million Bildern pro Sekunde. Ursprünglich war es für die Präsentation auf Kriminialistik-Messen produziert worden, doch gelangte der Clip durch den Amerikaner Matt Rece auf die Plattform YouTube. Das eingeblendete Wasserzeichen mit dem Namen der Produzenten veranlasste hunderttausende User eine Mail an das Unternehmen zu verfassen. Der Server konnte die Flut nicht verarbeiten und brach zusammen. Mittlerweile hat das Video auf YouTube bereits über 1,6 Millionen Klicks.