Nomen est omen

18 09 2009

Julia Kube ist 24 Jahre alt und hat gerade ihr Master-Arbeit abgeschlossen. Es ging darum, inwieweit ein Vorname Vorurteile bei Grundschullehrern auslöst. Unter anderem wurden folgende Fragen gestellt: Welche Vornamen würden Sie Ihrem Kind auf keinen Fall geben? Nennen Sie Namen, die bei Ihnen Assoziationen zu Verhaltensauffälligkeit hervorrufen! Außerdem ließ Kube die Lehrer vorgegebene Namen bewerten. Überraschende Erkenntnis: 94 Prozent (der 2000 untersuchten) Grundschullehrer gingen unreflektiert mit ihren Vorurteilen um. Namen, die ein positives Bild hervorrufen sind Alexander, Maximilian, Simon, Lukas, Jakob, Charlotte, Nele, Marie, Emma und Katharina. Auffällig schlecht bewerten die Lehrer dagegen die Namen Chantal, Angelina, Justin, Dennis, Marvin, Mandy und Jaquelin. Eine befragte Lehrerin kommentierte ihre Wertung sogar mit „Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose.“

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