Amerikanerin twittert Abtreibung

3 03 2010

Die 27jährige US-Amerikanerin Angie Jackson aus Tampa/Florida wäre durch ihre erste Schwangerschaft beinahe ums Leben gekommen. Nun, erneut schwanger, entschloss sie sich nach dem Rat ihrer Ärzte zu einer Abtreibung mit Hilfe der Abtreibungspille RU-486. Den ganzen Vorgang dokumentierte sie live via Twitter, um „Abtreibung für andere Frauen zu de-mystifizieren„.





Buzz will Facebook, Twitter und Co. überflüssig machen

10 02 2010

Mit Buzz will der Internet-Riese Google sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter den Kampf ansagen. Für Google soll Buzz in erster Linie ein gigantischer Datensauger werden. Er soll dem Konzern endlich jene Bereiche zugänglich machen, die in der umfassenden Sammlung noch fehlen und so möglichst viele Informationen über private Netzwerke, Freundschaftsbeziehungen und das Alltagsleben aller Nutzer bringen. Einige erfolglose Versuche auf diesem Terrain hat Google bereits hinter sich: Orkut, Profiles und FriendFeed. Mit dem Accountnamen bei Buzz sind eine Vielzahl weiterer Informationen verknüpft: die gespeicherten Suchanfragen der vergangenen neun Monate etwa, als Google Docs gespeicherte Dokumente oder Picasa-Fotos. Bei Buzz allerdings werden die sozialen Informationen um eine zentrale Komponente erweitert: den Aufenthaltsort.





Erkenntnisgewinn oder narzisstische Selbstbespiegelung?

5 02 2010

Formspring.me erlaubt es, sich von fremden Menschen Fragen stellen zu lassen – nach dem Motto „Frage einfach alles“. Den Hintergrund dazu beleuchtet der Artikel „Die Wahrheitsmaschine„.





Warum wir Smileys brauchen und nicht nur sie

4 02 2010

Die digitalen Medien haben eine bemerkenswerte Eigenschaft: Sie ermöglichen schriftliche Kommunikation, die nicht-schriftlichen Regeln folgt. Anders formuliert: Es wird zwar getextet, gesimst und gechattet – alles in „gedruckten“ Buchstaben -, aber das Gespräch selbst könnte so auch von Mund zu Mund stattgefunden haben. Das führt dazu, dass typische Zusatzinformationen wie Mimik, Gestik und meinetwegen auch Paraverbales fehlen. Das drängt uns dazu, dauernd Smileys zu setzen. Ich ertappe mich selbst dabei, immer wieder bei Belanglosigkeiten ein 🙂 dahinterzusetzen, damit noch mein Wohlwollen transportiert wird. Aber ist denn das überhaupt nötig? Ist mein Text ansonsten so unverständlich, dass es das braucht? Wenn er das ist, dann sollte ich überlegen, ob ich auf die Äußerung auch hätte verzichten können. Paraverbales wie zum Beispiel „äh“ und „öh“ filtern wir in einem Gespräch unbewusst heraus. Einige Schüler lieben es zwar, die „äh“s und „öh“ ihrer Lehrer zu zählen, aber normalerweise schenken wir diesen wenig Aufmerksamkeit. Stellen wir uns nun vor, dass jemand in seiner schriftlichen Online-Kommunikation diese paraverbalen Eigenheiten weiter pflegt. Der Text wäre bzw. ist kaum zu verstehen, auf alle Fälle brauchen wir viel länger dazu. Es spricht nichts dafür, so etwas in digitalen Medien von sich zu geben, doch kommen hier ungeordnete Gedankenströme (James Joyce hätte seine Freude!) viel öfter vor als man glaubt. Einschlägige Foren und Blogs, die um einiges weniger Leser haben als Retrakon, dokumentieren das tausendfach. „ÄH ÄH ÖH ÖH da würde ich niemals süchtig machende stoffe reinmachen ! ^^ mh aber irgendwie seh ich doppelt hier steht überall das gleiche :o) *sich aber doch noch nen Keks nimmt wenn Sw…





Was?

9 12 2009

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(Google: 3.580 Ergebnisse in 0,69 Sekunden)





Immer mehr Firmen verbieten Facebook

9 10 2009

Das unabhängige Forschungsunternehmen Robert Half Technology mit Sitz im US-Bundesstaat Kalifornien hat in einer Studie herausgefunden, dass 54% der 1.400 befragten US-Unternehmen mit mindestens 100 Mitarbeitern diesen den Zugang zu Sozialen Netzwerken wie Facebook, MySpace oder Twitter sperren. Grund dafür ist die Beobachtung, dass die Aufmerksamkeit der Beschäftigen zu stark von diesen Aktivitäten abgelenkt werde. Nur in 10% der Firmen gäbe es keinerlei diesbezüglichen Beschränkungen. Es ist nicht das erste Mal, dass Web-2.0-Anwendungen bei Obrigkeiten auf wenig Gegenliebe stoßen. Religiöse Vertreter in Indonesien sind zum Beispiel der Meinung, das Nutzen von Facebook sei nur erlaubt, wenn es den Islam fördere.





Oh, dieses Twitter!

28 09 2009

Wir erinnern uns: Schon einmal wurden Wahlergebnisse in Deutschland vor offizieller Bekanntgabe auf Twitter veröffentlicht. Nachdem man daraus seine Lehren gezogen hat und für zukünftige Wahlen ein striktes Verbot ausgesprochen hat, tauchten nun zur Wahl am vergangenen Wochenende wieder zahlreiche Tweets mit den Wahlergebnissen auf – einige Stunden vor Schließung der letzten Wahllokale. Die Ergebnisse waren zum Teil vollkommen aus der Luft gegriffen und frei erfunden. Noch viel schlimmer aber ist die Tatsache, dass unter den Namen von Parteien Accounts angemeldet wurden, über die die falschen Daten gepostet wurden. Demokratiepolitisch gesehen ist dieses Verhalten problematisch. Selbst wenn die Ergebnisse nicht der Wirklichkeit entsprechen, können sie Wähler, die ihre Stimme noch nicht abgegeben haben, beeinflussen. Twitter konnte schon einige Male zeigen, dass es neben allen Überflüssigkeiten doch sinnvolle Anwendungen gibt. Selbsternannte Scherzkekse, die mit erfundenen Zahlen Unfug stiften, schaden dem Medium.