Google Street View und die Mafia

23 03 2010

Die italienische Zeitung Corriere della Sera hat herausgefunden, dass Google mit seinem Projekt Street View nicht alle Straßen im Detail aufnimmt. So wurden zum Beispiel die Straßen des gefährlichen Mafiaviertels Scampia nicht fotografiert. Die berüchtigte Hochhaus-Gegend am Stadtrand von Neapel wurde durch den Film Gomorra weltbekannt. Nur einige große Durchfahrtsstraßen wurden erfasst, die kleinen Seitenstraßen fehlen dagegen in der Ansicht. Genau diese Seitenstraßen sind berühmt-berüchtigt für Gewalt und Drogenhandel. Die italienische Abteilung von Google erklärte, die engen Straßen seien zu schmal für Googles Fotowagen.





Panikknopf gegen Kindesmissbrauch?

19 03 2010

Die Verantwortlichen des Sozialen Netzwerks Facebook denken darüber nach, einen „Panikknopf“ gegen Kindesmissbrauch zu installieren. Mit dem Knopf sollen die Nutzer einen virtuellen Alarm auslösen können, wenn Inhalte oder Profile auf Facebook den Verdacht auf Pädophilie wecken. Der britische Minister Alan Johnson hat sich am Donnerstag bereits mit Vertretern von Facebook getroffen. Anlass dazu war die Vergewaltigung und der Mord an der 17-jährigen Ashleigh Hall. Der Mörder Peter Chapman hatte das Mädchen über Facebook angelockt. Er wurde unlängst zu 35 Jahren Haft verurteilt. Im April sollen weitere Gespräche zwischen Facebook und der „Child Exploitation and Online Protection“ (CEOP) stattfinden. Die CEOP ist eine Organisation, die pädophile Aktivitäten online aufspürt und zur Anzeige bringt.





Chatroulette, die zweite

18 03 2010

89% der Teilnehmer sind männlich, 47% US-Amerikaner und 13% pervers.

Den ausführlichen Testbericht samt Statistiken findet man hier.





Chatroulette, die erste

18 03 2010




Was Akinator alles kann und was das für die Zukunft bedeutet

15 03 2010

Ein kleiner Hinweis in einer Zeitschrift hat mich zum Programm Akinator gebracht. Der neueste Hype, der süchtig machen soll. Auch für SmartPhones gibt es die Applikation. Wie läuft Akinator? Man denkt an eine Person, beantwortet ein paar Fragen und das Programm errät, an wen man gedacht hat. Ich habe es gerade ausprobiert und das Programm hat meine Gedanken erraten. Erstaunt hat mich nicht, DASS es funktioniert, sondern WIE WENIG Fragen gestellt wurden und WIE ALLGEMEIN gehalten sie waren. Retrakon wäre nicht Retrakon, wenn hier nicht ein wenig Skepsis angebracht würde, vor allem wenn man weiß, dass das Programm auch private Datenbanken und Soziale Netzwerke durchforstet. Wie lange wird es dauern bis Fragen und Antworten in einer Datenfusion für kommerzielle Zwecke missbraucht werden?





Ist Digitalisierung mit Qualitätsverlust verbunden?

14 03 2010

Meine These, dass Internet & Co. dazu beitragen, dass sich gerade junge Menschen mit immer weniger Qualität (in technischer Hinsicht) zufrieden geben, wurde jetzt durch eine Untersuchung belegt. Dass MP3-zufrieden-Sein führt dazu, dass man irgendwann den Unterschied zwischen einer Originalaufnahme und einem komprimierten Format nicht mehr hört und so das qualitativ höher stehende Erlebnis nicht mehr erkennt. Dasselbe vermute ich auch bei YouTube-Videos. Wenn man gewohnt ist, bewegte Bilder im Format größerer Briefmarken mit nur halbwegs passablem Ton zu konsumieren, wie soll man wirklich fantastistsche Bilder schätzen?





Die teuersten Domains im Internet

12 03 2010

1. Insure.com (2009), 16 Millionen Dollar
2. Sex.com (2006), 14 Millionen Dollar
3. Fund.com (2008), 14 Millionen Dollar
4. Porn.com (2007), 9.5 Millionen Dollar
5. Business.com (1999), 7.5 Millionen Dollar
6. Diamond.com (2006), 7.5 Millionen Dollar
7. Beer.com (2004), 7 Millionen Dollar
8. Israel.com (2008), 5.9 Millionen Dollar
9. Casino.com (2003), 5.5 Millionen Dollar
10. Toys.com (2009), 5.1 Millionen Dollar





Chatroulette für Musikvideo eingesetzt

10 03 2010




Wenig Aufwand, wenig Wert?

4 03 2010

Als ich die zahlreichen Kommentare von Wieser, Wiesion und Fellmonster gelesen habe (übrigens: Danke!), in denen es u. a. um eine Facebook-Aktion zum Tag gegen den Krebs ging, sind einige Gedanken aufgetaucht, die mich von Zeit zu Zeit immer wieder besuchen, vor allem dann, wenn ich wieder einmal FB-Mitteilungen bekomme, ich solle doch zu dieser oder jener Gruppe stoßen. Ich halte mich immer mehr zurück. War ich am Anfang noch überzeugt, Gruppen wie „Philosophy Is Sexy“, „Petition to Steven Hawking That He Might Create a Techno Album“ und „You were sexy until I saw that cigarette in your hand“ würden mich als Mitglied brauchen, kommen mir immer mehr Zweifel, ob das nicht pure Zeitverschwendung (wogegen manchmal ja auch nichts spricht) oder überhaupt vollkommen überflüssig ist. Es ist so einfach, einen „Akzeptieren“-Knopf zu drücken. Ja, „5N – Jahrgang 2003/2004 – Die Legenden“, das war eine Klasse, die ich nie vergessen werde, aber meine tatsächliche Wertschätzung ändert sich dadurch nicht. Ich fühle mich diesen Personen auch nicht näher dadurch. Gaudi-Rodeln im Martelltall ist ganz etwas anderes. Das kann eine Internet-Gruppe einfach nicht leisten. Jedenfalls für mich nicht. Doch wie ist das mit parteipoltischen und gesellschaftspolitischen Themen? Wie gesagt, eine Taste ist schnell gedrückt. Ändert sich tatsächlich irgendetwas, nur weil ein paar Tausend spontan entschieden haben, eine Statusmeldung zu kopieren? Ich streite nicht ab, dass das Medium politische Bedeutung haben kann, aber wann und unter welchen Umständen? Und mit welcher Nachhaltigkeit? Wahrscheinlich solange bis man entscheiden muss, ob Bernd das Brot, Tokio Hotel oder eine dreckige Bahnhofstoilette wichtiger ist.





Amerikanerin twittert Abtreibung

3 03 2010

Die 27jährige US-Amerikanerin Angie Jackson aus Tampa/Florida wäre durch ihre erste Schwangerschaft beinahe ums Leben gekommen. Nun, erneut schwanger, entschloss sie sich nach dem Rat ihrer Ärzte zu einer Abtreibung mit Hilfe der Abtreibungspille RU-486. Den ganzen Vorgang dokumentierte sie live via Twitter, um „Abtreibung für andere Frauen zu de-mystifizieren„.