Warum wir Smileys brauchen und nicht nur sie

4 02 2010

Die digitalen Medien haben eine bemerkenswerte Eigenschaft: Sie ermöglichen schriftliche Kommunikation, die nicht-schriftlichen Regeln folgt. Anders formuliert: Es wird zwar getextet, gesimst und gechattet – alles in „gedruckten“ Buchstaben -, aber das Gespräch selbst könnte so auch von Mund zu Mund stattgefunden haben. Das führt dazu, dass typische Zusatzinformationen wie Mimik, Gestik und meinetwegen auch Paraverbales fehlen. Das drängt uns dazu, dauernd Smileys zu setzen. Ich ertappe mich selbst dabei, immer wieder bei Belanglosigkeiten ein 🙂 dahinterzusetzen, damit noch mein Wohlwollen transportiert wird. Aber ist denn das überhaupt nötig? Ist mein Text ansonsten so unverständlich, dass es das braucht? Wenn er das ist, dann sollte ich überlegen, ob ich auf die Äußerung auch hätte verzichten können. Paraverbales wie zum Beispiel „äh“ und „öh“ filtern wir in einem Gespräch unbewusst heraus. Einige Schüler lieben es zwar, die „äh“s und „öh“ ihrer Lehrer zu zählen, aber normalerweise schenken wir diesen wenig Aufmerksamkeit. Stellen wir uns nun vor, dass jemand in seiner schriftlichen Online-Kommunikation diese paraverbalen Eigenheiten weiter pflegt. Der Text wäre bzw. ist kaum zu verstehen, auf alle Fälle brauchen wir viel länger dazu. Es spricht nichts dafür, so etwas in digitalen Medien von sich zu geben, doch kommen hier ungeordnete Gedankenströme (James Joyce hätte seine Freude!) viel öfter vor als man glaubt. Einschlägige Foren und Blogs, die um einiges weniger Leser haben als Retrakon, dokumentieren das tausendfach. „ÄH ÄH ÖH ÖH da würde ich niemals süchtig machende stoffe reinmachen ! ^^ mh aber irgendwie seh ich doppelt hier steht überall das gleiche :o) *sich aber doch noch nen Keks nimmt wenn Sw…

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Handyverbot für Kinder?

29 07 2009

Schon im Jänner 2009 hieß es, dass Frankreich Handys, die für Kinder unter sechs Jahren entworfen wurden, in Zukunft verbieten will. Auch Werbung für Handys, die sich an Kinder unter 12 Jahren richtet, soll es bald nicht mehr geben. Zudem plant die französische Regierung, neue Grenzwerte für Handystrahlung einzuführen und will die Hersteller verpflichten, alle Mobiltelefone nur noch mit Kopfhörern auszuliefern. Niemand soll mehr gezwungen sein, mit dem Handy am Ohr zu telefonieren. Frankreich folgt damit als erstes Land einer Forderung des EU-Parlaments. Es hatte im September 2008 strengere Grenzwerte für Handystrahlung gefordert. Experten weisen darauf hin, dass insbesondere Kinder und Jugendliche vor ihr geschützt werden müssen.Wissenschaftlichen Studien aus Schweden zufolge sind sie einem fünfmal höheren Risiko ausgesetzt, an einem Gehirntumor zu erkranken, wenn sie Handys nutzen. Aber gerade bei ihnen ist das Mobiltelefon ein alltäglicher Begleiter. Auch die Ärztekammer in Wien fordert ein Handyverbot für Kinder unter 6 Jahren. Das Forum Mobilkommunikation (FMK), die Interessenvertretung der Mobilfunkindustrie, kritisiert die Vorhaben und wirft den Verantwortlichen Unwissen und Unwissenschaftlichkeit vor.





iPhone Pornos

27 06 2009

„Hottest Girls“ ist bzw. war die bisher freizügigste Anwendung für das iPhone und den iPod Touch. Das Tool war seit einigen Tagen für knapp 2 US-Dollar bei Apple im Angebot, obwohl der Bereich Pornographie von Steve Jobs von Beginn an als unerwünscht eingestuft worden war. Möglicherweise liegt darin der Grund, dass die Anwendung nun ohne Vorwarnung aus dem Programm genommen wurde. Die Nachfrage war allerdings so groß, dass der Bildserver nach kurzer Zeit seine Leistungsgrenze erreicht hat. In einer Art Bildergalerie wurden mit Hilfe des Programms mehr als 2.200 Bikini-Schönheiten, bekleidet und unbekleidet, gezeigt. Während „Hottest Girls“ nicht mehr angeboten wird, scheint „Hottest Boys“ noch im AppStore auf.





Handyortung von Schulschwänzern

30 05 2009

Die Aoyama Gakuin University in Japan hat begonnen, kostenlos iPhones an ihre Studenten und Angestellten zu verteilen. Auch die Grundgebühren werden von der Universität übernommen. Es ist geplant, einfache Tests und Umfragen, Hausaufgaben und Lernvideos über die iPhones zu verteilen. Außerdem will man mit Hilfe der GPS-Funktion herausfinden, ob und wo ihre Studenten sich auf dem Unigelände befinden.





Fast 500 Milliarden Gigabyte

21 05 2009

Das Technologische Beratungsistitut IDC wurde bereits vor zwei Jahren von der IT-Firma EDMC beauftragt, zu ermitteln, wie viele digitale Daten auf der Welt zur Verfügung stehen. 2007 lag die berechnete Menge bei etwa 161 Milliarden Gigabyte, heute bei 487 Milliarden Gigabyte. Die Menge ergibt sich unter anderem durch die Digitalfotografie und Überwachungskameras. Dazu kommt noch, dass die Kommunikation zwischen Maschinen stark angestiegen ist, als Beispiel lassen sich hier Karten mit RFID-Chips und entsprechenden Lesegeräten nennen. Nach den Schätzungen der IDC wird sich die Menge innerhalb der nächsten eineinhalb Jahre nochmals verdoppeln – bedingt durch die wachsende Zahl an Handys, der vermehrte Gebrauch von E-Mails, Online-Banking und sozialen Netzwerken (Facebook, Twitter, MySpace). Damit wird eine Menge von insgesamt 1 Zettabyte (= 1 x 10 hoch 21 Byte) erreicht. Würde man die heutige Datenmenge auf Papier drucken und als Buch binden lassen, würden diese aufeinandergestapelt etwa zehn Mal von der Erde bis zum Pluto reichen.