Neue Werte?

24 01 2010

Advertisements




Das Fest des Friedens … polyglott

24 12 2009

I’d miilad said!
Nedeleg laouen!
Fröhliche Weihnachten!
Merry Christmas!
Gajan Kristnaskon!
Hyvää Joulua!
Joyeux Noël!
Kala Christougenna!
Mo’adim Lesimkha!
Nollaig Shona Dhuit!
Buon Natale!
Shinnen omedeto!
Gute Vaynakhtn!
Bon nadal!
Nixtieklek Milied tajjeb!
Nollick ghennal!
Kia orana e kia manuia rava!
Boas Festas!
Mata-Ki-Te-Rangi!
Bella Festas daz Nadal!
Schöni Wienacht!
Feliz Navidad!
Nadolig Llawen!

23 Mal derselbe Gedanke. So unterschiedlich er in seiner Gestalt aussieht, so unterschiedlich sind auch die Auffassungen, welche Bedeutung das Weihnachtsfest in unserer heutigen Zeit hat. Möge der ursprüngliche Hintergrund nicht zu sehr in den Hintergrund geraten.





Die ekelhafte Meldung des Tages oder Warum Computerspielsucht kein Tabuthema sein sollte

6 12 2009

Woran erkennt man, dass Computerspieler süchtig nach ihren Videospielen sind? Und woran erkennt man, dass PC-Spiele nicht zu unrecht oft als Heroin aus der Steckdose bezeichnet werden? Zum Beispiel daran, dass sich die Spieler einen Kübel unter ihren Arbeitsplatz stellen, damit sie für das kleine und große Geschäft während des Computerspiels nicht aufstehen müssen. Oder es werden gleich Windeln für Erwachsene angezogen, damit Nebensächlichkeiten wie der Stoffwechsel nicht unnötige Pausen ins Spiel bringt. Da kann man nur die Nase rümpfen (in zweierlei Hinsicht). Ich frage mich, ob der Duden das Wort „Eltern“ aus seiner schönen, alphabetisch geordneten Liste bereits herausgenommen hat, weil nicht mehr klar ist, ob der Begriff etwas real Existierendes bezeichnet?





retrakon-Umfrage #2

26 11 2009

Der Deutsche Ethikrat fordert, dass Babyklappen und Angebote zur anonymen Angabe von Babys abgeschafft werden sollen. „Die bestehenden Angebote anonymer Kindesabgabe sind ethisch und rechtlich sehr problematisch, insbesondere weil sie das Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Herkunft und auf Beziehung zu seinen Eltern verletzen„, heißt es in der am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Stellungnahme. Bisherige Erfahrungen legen nahe, dass Frauen, bei denen die Gefahr bestehe, dass sie ihr Neugeborenes töten oder aussetzen, von diesen Angeboten ohnehin nicht erreicht werden.





Fußball statt Familie

19 09 2009

Immer weniger Menschen lassen sich traditionell in einem Einzel- oder Familiengrab beerdigen. Der neueste Trend geht in Richtung Interessensgemeinschaften. Bekanntestes Beispiel ist ein Hamburger Grabareal für Fußballfans. In der einem Stadion nachempfundenen Anlage auf dem Friedhof in Altona halten die Fans des Hamburger SV auch noch im Tod zu ihrem Verein. Gleichzeitig wird immer weniger Geld für die Beerdigung ausgegeben. Andreas Mäsing, der Vorsitzende des Vereins zur Förderung der deutschen Friedhofskultur, sieht darin nicht unbedingt eine positive Entwicklung: „Die Menschen sollten lieber versuchen, im Rahmen ihres Budgets für ein schönes Grab zu sorgen und selbst Ämterwege erledigen, statt professionelle Bestatter damit zu beauftragen. Sonst geht das eher in Richtung Entsorgung.





Zuviel Reality?

2 09 2009

Josh, Jana, John-David, Jill, Jessa, Jinger, Joseph, Josiah, Joy-Anna, Jeremiah, Jedidiah, Jason, James, Justin, Jackson, Johannah, Jennifer und Jordyn-Grace bekommen ein weiteres Geschwisterchen. Es sind immer dieselben Eltern; die Mutter ist 42 Jahre alt und das 19. Mal schwanger. Ach, bevor ich es vergesse: Der Name des Kindes sollte mit einem J beginnen. Und: Natürlich wurde daraus schon längst eine Reality-Show für das US-Fernsehen gemacht.





Gedanken rund um den Tod

19 08 2009

Mein ehemaliger Schüler Florian P. ist gestern infolge eines tragischen Bergunfalls verstorben. Obwohl das Lehrer-Schüler-Verhältnis vor einigen Jahren nicht immer spannungsfrei war, waren wir schon lange Facebook-Freunde. Auch wenn es zunächst pietätlos scheint, sind mir nach den üblichen Fragen – Wieso gerade er? Warum musste ein 19-Jähriger sterben? Hätte das Unglück vermieden werden können? – auch andere in den Kopf gekommen: Was passiert mit Internet-Accounts von Verstorbenen? Niemand kennt ihre Passwörter. Von einigen Diensten ist mir bekannt, dass nach Monaten oder Jahren ohne Einloggen der Account automatisch gelöscht wird. Aber gilt das für alle Gratisangebote? Schon vor Wochen wurde bekannt, dass die meisten Twitter-Accounts nicht genutzt werden. Gelöscht werden sie trotzdem nicht. Jeder registrierte Nutzer scheint in den Statistiken auf. Und diese möchte man doch nicht nach unten korrigieren. Was passiert mit den Informationen, Fotos etc., die Menschen auf Facebook veröffentlichen und keine Möglichkeit mehr haben, diese zu verändern oder zu löschen? Ganz einfach, weil sie nicht mehr leben. Welche anderen Personen haben oder hätten das Recht, die Lösung einzufordern? Wie müsste das rechtlich gehandhabt werden? Oder sollte überhaupt nichts gelöscht werden? Unsterblichkeit im Internet? Über digitale Nachlassverwaltung wurde hier schon berichtet. Ein neues Feld öffnet sich; mit vielen ethischen Fragen. Und leider auch ein neuer Markt. Lassen wir das. Florian, wo immer du bist, es möge dir besser ergehen.