Künstlich erzeugter Alkokol ohne Nebenwirkungen

16 03 2010

David Nutt, Leiter der Neuropsychopharmaklogischen Abteilung des Imperial College London, will einem künstlich erzeugten Alkohol auf die Spur gekommen sein. Dieser erzeugt die angenehmen Wirkungen von Alkohol; nimmt man aber ein Gegenmittel ein, sei man wieder nüchtern, könne nach Hause fahren und Leber, Magen oder Kreislauf werden nicht belastet. Bis 2012 könnte das Getränk auf dem Markt sein, wenn genügend Geld für klinische Versuche aufgetrieben werden. Mit etwa 10 Millionen Pfund sei zu rechnen.





Wenn man Alkohol mit Koffein mischt

2 02 2010

Buckfast Tonic Wine ist ein Getränk, das von Mönchen im Südwesten Großbritanniens hergestellt wird. Der Wein ist allerdings sehr umstritten, da er Alkohol mit Koffein kombiniert; eine durchschnittliche Flasche enthält die gleiche Menge Koffein wie acht Dosen Cola. Die BBC meldet nun, dass die schottische Polizei einen Zusammenhang zwischen der lokalen Kriminalitätsrate und dem Wein vermutet. In mehr als 5.000 Gerichtsfällen wurde der Wein namentlich erwähnt, in 114 wurde die Flasche sogar als Tatwaffe verwendet.





Ohnmacht

14 12 2009

Die Briten versuchen erneut mit einem Schockvideo ein gesellschaftliches Problem in den Griff zu bekommen: Alkoholmissbrauch unter Jugendlichen. Dass die Videos immer härter werden, deute ich als ohnmächtigen Hilfeschrei der Verantwortlichen.





Funktioniert der Schock-Effekt?

17 10 2009

Es ist vielleicht nicht das beste Thema für einen Beitrag, der am Samstagabend geschrieben wird, aber ich denke schon seit einiger Zeit darüber nach und bin auf der Suche nach anderen Meinungen. Als ich heute von einem neuen „schockierenden“ Werbespot gegen Komasäufer gelesen und ihn gleich angeschaut habe, war ich – ehrlich gesagt – etwas enttäuscht, denn schockierend war er ganz und gar nicht. Viel interessanter fand ich die Artikel, Meldungen und Kommentare rund um den Clip, der vier Wochen lang im Kino gezeigt werden soll. Die Briten seien hier wesentlich direkter, aggressiver und schockierender. Jugendliche werden in Erbrochenem gezeigt oder wie sie in die Hose machen. Auch andere Länder gehen der härteren Weg, wenn es darum geht, Prävention zu betreiben. In Belgien sind auf Zigarettenschachteln Fotos verfaulter Zahnruinen, riesiger Krebsgeschwüre oder Raucherlungen zu sehen; in einem britischen Video kracht ein Mädchen bei einem Unfall mit dem Kopf durch die Scheibe, Blut spritzt, Teenager kreischen und weinen. Ich bin mir nicht sicher, welches der beste (oder zumindeste bessere) Weg ist, Menschen bzw. Jugendliche im Speziellen von Rauchen, Komatrinken, Drogenkonsum oder Leichtsinnigkeit im Straßenverkehr abzuhalten. Einerseits leuchtet mir ein, dass ein weniger aggressiver und weniger belehrender Weg eher Gehör finden kann, auf der anderen Seite ist ein rationaler Zugang gerade bei den angesprochenen Themen oft vollkommen fehl am Platz. Ein „Kommentator“ meinte: „Lasst sie doch saufen. Die haben eh keine Zukunft.“ Das kann es auch nicht sein.





Hauptsache rauschig!

26 09 2009

Es fasziniert mich immer wieder, was sich Menschen alles einfallen lassen, um sich in einen Rauschzustand zu versetzen. Ich habe einmal gehört, dass sogar Schleim von Kröten geleckt wird, da dieser anscheinend eine halluzinogene Wirkung besitzt, habe das aber damals als Märchen abgetan. Auf der Suche nach diesbezüglichen Informationen bin ich auf ein Forum geraten, in dem ich folgenden „Gedankenwechsel“ gelesen habe. ANONYMOUS fragt: „Kennt jemand von euch vielleicht eine legale Droge mit halluzygener Wirkung???freue mich auf eure Antworten!!! >>legalize it<<“ Darauf antwortet ANONYMOUS: „Die frage wird her im Phorum sooooo oft gestellt,ich glaube darauf gibt es nur scheiss antworten und leude die dich scheisse finde,nich böse gemeint,nur wenn ich mir mal die bisherigen frage zu dem thema anscheue,und darauf die antworten……….,aber du kannst dich ja mal hier umschauen,wenn nicht du wirst schätze ich innen paar tagen banane als antwort haben!!!JO-MaN“. Ich glaube, die beiden waren schon auf Krötenschleim. Aber es geht noch besser. Häftlingen in britischen Gefängnissen wurde ein alkoholhaltiges Händewaschmittel gegeben, um sie vor der Schweinegrippe zu schützen. Und wo ist das Waschgel gelandet? Richtig!





Saufen oder zahlen!

9 09 2009

„The Attic“, eine Bar in Newcastle wirbt mit Slogan „Wenn Sie um drei Uhr morgens noch fahrtüchtig sind, bekommen Sie ihr Geld zurück, denn dann haben wir versagt!“ In anderen Worten: Wer dienstags zur Sperrstunde noch nicht die Promillegrenze, die das Autofahren verbietet, überschritten hat, bekommt sein Geld zurück. Billigpreise – sie bewegen sich zwischen 50 Cent und 1 Euro – sorgen für den gewünschten hohen Konsum. Ein Alkomat entscheidet dann, wer zahlt und wer nicht. Gleichzeitig wurde heute veröffentlicht, dass in Calton, einem Viertel in Glasgow, Männer die niedrigste Lebenserwartung in ganz Europa haben. Hauptgrund dafür ist der exzessive Alkoholismus.





Schulfächer „Prävention“ und „Lebenskompetenz“

17 07 2009

Der Deutsche Lehrerverband DL hat die Forderung der Bundesdrogenbeauftragten Sabine Bätzing (SPD) nach einem Schulfach „Prävention“ scharf zurückgewiesen. Bätzing hatte erklärt, Schulen müssten besser und früher über Alkoholmissbrauch aufklären, wie dies in Großbritannien üblich sei. Dort gäbe es das Fach „Lebenskompetenz“, in dem Themen wie Alkoholkonsum, Ernährung und soziale Probleme behandelt werden. Josef Kraus vom DL hält die Schule mit solchen Ideen für überfordert und meint: „Wir machen in der Schule ohnehin schon eine Menge Reparaturpädagogik. Wir nehmen die Saufereien auch sehr ernst, aber wir sind als gesellschaftliche Reparaturanstalt und als Problemrecycler restlos überfordert.“ Als einzig wirksame Maßnahme sehe er einen drastisch erschwerten Zugang Minderjähriger zu Spirituosen. Es müsse mehr Kontrollen in Getränkemärkten und an Tankstellen geben. Schwarze Schafe sollten bestraft werden, dazu gehören auch Eltern, wenn sie ihre Aufsichtspflicht verletzen.