„Mein Kampf“ in Russland verboten

27 03 2010

„Mein Kampf“ von Adolf Hitler wird 65 Jahre nach dem Selbstmord des Diktators nun auch in Russland als „extremistisch“ eingestuft und verboten. Das Werk enthalte Ideen, die den Mord und die Diskriminierung von Rassen propagierten, ließ der Generalstaatsanwalt in Moskau verkünden. In den russischen Medien wird kritisiert, dass das Verbot 84 Jahre zu spät komme. „Mein Kampf“ wurde bereits in den 1920er Jahren geschrieben. Hitler forderte darin „Lebensraum“ für Deutschland auf Kosten der Sowjetunion und bezeichnete Slawen als „Untermenschen“. Russische Bürgerrechtler beklagen seit Jahren eine hohe Zahl rechtsradikaler Übergriffe in Russland, so wurden im vergangenen Jahr 74 Menschen aus Rassenhass getötet. Jan Ratschinski, ein Historiker der Organisation Memorial, die den Sowjetterror aufarbeitet, vergleicht „Mein Kampf“ mit den Werken des russischen Revolutionsführers Lenin und von Sowjetdiktator Josef Stalin. Beide hätten in ihren Schriften zu Massenterror aufgerufen.

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