Panikknopf gegen Kindesmissbrauch?

19 03 2010

Die Verantwortlichen des Sozialen Netzwerks Facebook denken darüber nach, einen „Panikknopf“ gegen Kindesmissbrauch zu installieren. Mit dem Knopf sollen die Nutzer einen virtuellen Alarm auslösen können, wenn Inhalte oder Profile auf Facebook den Verdacht auf Pädophilie wecken. Der britische Minister Alan Johnson hat sich am Donnerstag bereits mit Vertretern von Facebook getroffen. Anlass dazu war die Vergewaltigung und der Mord an der 17-jährigen Ashleigh Hall. Der Mörder Peter Chapman hatte das Mädchen über Facebook angelockt. Er wurde unlängst zu 35 Jahren Haft verurteilt. Im April sollen weitere Gespräche zwischen Facebook und der „Child Exploitation and Online Protection“ (CEOP) stattfinden. Die CEOP ist eine Organisation, die pädophile Aktivitäten online aufspürt und zur Anzeige bringt.

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One response

19 03 2010
Fellmonster

Hmmm… was auf der etwas anonymeren Plattform MySpace so ziemlich seinen Anfang fand, wird jetzt auf Facebook weitergeführt. Ist ja schön, wenn man Traditionen aufrechterhält, aber in dem Fall…
Eine zugegebenermaßen sehr unangebrachte Frage drängt sich da aber doch auf: Kann man eine 17-Jährige noch als _Kindes_missbrauchsopfer bezeichnen? Wenn ja, sollte man dann nicht die Altersbegrenzung für die Nutzung von Facebook und Konsorten etwas höher ansetzen, und wenn nicht, sollte man mit 17 (das ist ja schließlich fast 18, und von da an ist es nicht mehr Kindes-, sondern „nur noch“ Missbrauch) nicht so langsam wissen, dass man ein bisschen vorsichtiger sein soll?
Panikknopf? Ok. Für dieses Mädchen (und höchstwahrscheinlich auch für sehr viele andere) kommt diese Maßnahme leider zu spät. Aber vielleicht entwickelt der Rest der Nutzerschaft nun endlich ein Bewusstsein dafür, dass
1. Kindesmissbrauch kein selbstausgedachter Running Joke der Medien, sondern real existent ist und
2. man einfach aufpassen muss, ob und vor allem wem man die ganze Wahrheit über sich selbst preisgibt.
So, Senftube leer.

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