Wo sind die Bestseller?

11 03 2010

Am 18. März beginnt die Leipziger Buchmesse. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels meldete am Mittwoch zum zweiten Mal in diesem Jahr erhebliche Umsatzrückgänge. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnet die Branche im Februar ein Minus von 3,6 Prozent – auch im Jänner dieses Jahres war dies so. Die mit Abstand größten Umsatzeinbußen verzeichnet mit über 27 Prozent die Warengruppe Kinder- und Jugendbücher. Begründet wird dies vor allem mit fehlenden Bestsellern. In diesem Segment konnte sich bislang kein verkaufsträchtiger Nachfolger für Stephenie Meyers „Bis(s)“-Romane etablieren.

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11 03 2010
Selma

Tja, wo sind die Bestseller?
Es gibt so viele tolle Bücher, lesenswerte, spannende, berührende Bücher, Bücher, bei denen man sich denkt: Wie kommt es, dass das nicht ein Hit geworden ist? Die Mechanismen dahinter haben nichts mit der Qualität eines Werks zu tun. Da krebsen phantastische Autorinnen und Autoren völlig unbekannt herum, während andere, die man schon fast als „Schmieranten“ bezeichnen könnte, die großen Treffer landen. Der Ruf nach einem neuen Bestseller ist einfach nur verlogen. Wir haben die tolle Literatur schon längst, die Bibliotheken quellen über, und zwar in jedem Bereich – Kinderbücher, Krimis, Liebesromane usw usw. Aber wer macht sich schon die Mühe, sich das selbst durchzuschauen und zu entscheiden: Könnte was für mich sein? Lieber warten alle auf den neuen Hype. So geht das aber nicht. Ich würd jetzt gern was von der Mündigkeit des Lesers zusammenfaseln. Aber der mündige Leser ist ja auch überfordert. Und wenn ich dran denke, was für mentale Indianertänze ich aufgeführt habe, wenn ich es geschafft habe, gewisse Schüler dazu zu bringen, auch nur einen halben Absatz eines Werks zu lesen, ohne gleich mit den Augen zu rollen… Ich lese derzeit „Qui é proibito parlare“ (deutsch: Geheime Sprachgeschenke) von Boris Pahor. Ein Bestseller? Eher ein Geheimtipp. Mit dem richtigen Verlag und der richtigen medialen Aufmachung im Rücken wäre es aber schon bald „ein Jahrhundertbuch“. So aber…

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