Chatroulette – der neue Hype?

16 02 2010

Ein 17-jähriger russischer Programmierer hat den Hype der Stunde erschaffen. Bei Chatroulette wird man zufällig mit einem Chatpartner verbunden. Das Gespräch mit dem Gegenüber dauert so lange, bis ein Gesprächspartner den anderen wegklickt (was im Normalfall nur wenige Sekunden dauert). Ein ähnlicher Dienst wurde von Retrakon bereits vor vielen Monaten vorgestellt, er heißt Omegle. Das Besondere an Chatroulette ist jedoch, dass Chatpartner mit Webcam verbunden werden. Obszönes, verletzendes und/oder pornografisches Material sind laut Nutzungsbedingungen verboten, aber an diese Regel hält sich natürlich niemand. Mehr darüber kann man hier lesen. Mein Selbstversuch (20:27-20:38) hat ergeben: 140 Männer (5 davon mit sich selbst beschäftigt), 3 Frauen, 1 Katze. Das sagt alles.

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One response

17 02 2010
Fellmonster

Ja immerhin war eine Katze dabei.
Im Ernst: Es hat schon seine Gründe, warum Computer in einer amerikanischen Comedyserie als Pornoschleudern bezeichnet werden. Ein befreundeter Student hat mir kürzlich unverblümt erzählt, dass er seinen Computer ausschließlich für Uni, Mails und Pornos benutzt. Und da ist er sicher nicht der Einzige.
Es ist schon klar, dass der Anteil an pornografischen Inhalten im Internet ziemlich hoch ist. Da kommt aber doch die Frage auf: Gibt es nicht auch noch etwas anderes außer Sex? Und ist die menschliche Kommunikation mittlerweile schon so verkümmert, dass man sich bei diversen Communitys durch 100e von Anfragen von Leuten klicken muss, die vor ihrer Webcam Hand anlegen?
Es ist ja so, dass menschliches (und auch tierisches) Leben von Natur aus ausschließlich auf Fortpflanzung ausgelegt ist. Warum weiß keiner. Aber im Laufe der Jahrtausende haben sich die Menschen zumindest so weit entwickelt, dass es andere Aspekte im Leben gibt (Philosophie, Literatur, Geld, um nur ein paar, wenn auch eher banale Beispiele zu nennen). Demzufolge ist diese Chat-Geschichte wieder ein Rückschritt.
Kurz gesagt: Die Menschheit ist innerhalb von 20 Jahren endlich wieder so primitiv geworden, wie sie am Anfang war. Hut ab.

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