Die iPad-Prophezeiung?

13 02 2010

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7 responses

13 02 2010
Wieser

Und dazu das Video 😀

13 02 2010
Wieser

Und zudem noch eine der besten Satiren

13 02 2010
Fellmonster

Alle, die Witze über das iPad machen, haben absolut keine Ahnung. Das iPad ist die technische Revolution schlechthin. Außerdem kann man damit ganz viele Dinge machen:
1. Alle Webseiten aufrufen, für die kein Adobe Flash benötigt wird (also ca. 20% aller Internetseiten auf der Welt, nach meinen Schätzungen)
2. eBooks (oder noch besser: iBooks) für den Preis eines richtigen Buches herunterladen und pro Tag bis zu fünf Seiten davon lesen, bevor die Augen vom Starren auf das IPS-Display müde werden.
3. Eine Tastatur anschließen (nicht im Lieferumfang enthalten, aber bald für nur 150$ im Apple Store Ihres Vertrauens erhältlich), um daraus eine Art Netbook zu machen. Was natürlich so ziemlich das Großartigste überhaupt ist, weil ein richtiges Netbook kostet zwar nur die Hälfte und kann doppelt so viel, aber es ist kein Apfel drauf. Demnach: iPad > Netbook.
4. Wie mit allen Apple-Produkten kann man damit super angeben.
5. Aufgrund seiner kompakten Größe von etwa 24x19cm ist es der perfekte, weil extrem handliche Begleiter bei Zugfahrten oder Flügen, und kann problemlos in der sich momentan noch in Entwicklung befindlichen iBag (voraussichtlicher Herstellerpreis: 99$) transportiert werden.
So. Und diejenigen, denen das iPad zu teuer, zu groß oder was auch immer ist, können sich ab April an einem neuen Produkt aus dem Hause Apple erfreuen: Das iPad Nano! http://macfidelity.de/blog/wp-content/20100128_ipad_nano.png

Nein, im Ernst. Am iPad sieht man mittlerweile noch deutlicher als am iPhone, dass Apple mittlerweile nur noch halbe Sachen macht, von denen man sich (leider umsonst) wünscht, dass sie ein Flop werden, damit diese eigentlich nicht so üble Firma endlich wieder Nägel mit Köpfen fabriziert.
Weil die Mängel des iPads sind ja mehr als offensichtlich. Es wird als Multimedia-Gerät angepriesen, das Display ist aber für richtigen Filmgenuss zu klein, zur längeren Beschäftigung mit eBooks (die im Übrigen schweineteuer sind) nicht geeignet, außerdem gibt es keine Möglichkeit, Notizen in den PDFs zu speichern (wenigstens haut Apple da nicht schon wieder ein völlig unkompatibles und überflüssiges eigenes Dateiformat raus. Pluspunkt!), ansonsten könnte ich mir das Gerät ja ganz gut als Hilfsmittel bei wissenschaftlichen Arbeiten jeder Art vorstellen. Für einen MP3-Player ist es dann doch ein bisschen zu groß, und für die Verwendung als Schreibgerät ist die integrierte Touch-Tastatur mit zu kleinen „Tasten“ versehen (was ja auch eines der Probleme des iPhones ist, aber das ist nunmal insgesamt kleiner). Und wenn man eine Tastatur anschließt, ist es im Endeffekt doch wieder nichts anderes als ein Netbook.
So gesehen: Viel gewollt, wenig gekonnt. Andererseits: Den Apple-Leuten sind diese Probleme sicher nicht unbekannt, aber einfach egal. Denn ob es jetzt das revolutionärste Gerät aller Zeiten ist oder einfach nur ein weiß angemalter Kuhfladen mit einem angebissenen Apfel drauf, verkaufen wird sich der Schrott trotzdem. Aber soll jeder machen was er will.

13 02 2010
Wieser

Ich selbst habe ein Netbook geschenkt bekommen und muss sagen, dass es erstaunlich ist, was man für 270€ bekommt: 1,66 Mhz Prozessor, 1 gb ram, 945 GSX Chipsatz, 160 GB Speicher, 10″ Display mit 1024×600 Pixel Auflösung und eine Akku-Laufzeit von ca.6-7 Std., abhängig vom Gebrauch. Und übrigens ist es auch noch multi-tasking fähig, im Gegensatz zum iPad. Wenn es sich heutzutage eine Firma leisten kann, „Computer“ mit dem Pc-Standart von vor ca. 10 Jahren (1Ghz Prozessor, 16 – 64Gb Speicher, kein Flash usw.) zu fabrizieren, dann muss man sich doch die Frage stellen, wie technisch orientiert ihre Käufer sein müssen. Lässt man das Design aussenvor (welches mich ehrlich gesagt absolut nicht anspricht), ist das Ding totaler Müll, welcher jede andere Firma in den Ruin treiben würde. Aber nicht Apple. Warum nicht? Ganz einfach: Marketing.
In dieser Sparte ist Apple unschlagbar. Sie bringen veraltete Technologie an den Kunden und preisen sie mit „Individualität“ an. Du willst individuell telefonieren können? Kauf dir das I-Phone(oder eben I-Pad nano 😉 ), es kostet zwar mehr als alle anderen Mobil-Telefone, kann dafür aber viel weniger. Wenn dann Apple-Jesus Steve Jobs gefragt wird, warum er Flash nicht eingebaut hat, dann ist seine Antwort, dass Macromedias Software unzuverlässig ist. Vielleicht wird deshalb Flash in fast jeder Internet-Seite angewendet. Aber die Produkte von Apple passen perfekt in diese Zeit hinein. Wichtig ist Design und Namen, wen interessiert schon das Preis-Leistungs Verhältnis?
Für mich gilt also: Apple-Produkte? Nein danke, nicht einmal geschenkt, höchstens zum weiterverkaufen 😀

13 02 2010
Fellmonster

Ich gebe dir fast in jedem Punkt recht, insbesondere was die Marketing-Angelegenheit betrifft. Denn dass die ganze (Blogger-)Welt einfach mal durchdreht, nur weil ein kleines Gerücht über ein neues Produkt auftaucht, das ist unerreicht. Das soll dem lieben Steve Jobs mal jemand nachmachen.
Allerdings sind nicht alle Apple-Produkte für dort, wo die Sonne nicht hinscheint. Natürlich, iPhone, iPad, iPod, also so ziemlich alles was mit einem kleinen i anfängt, kann man getrost an die Fische verfüttern, außer man hat zu viel Geld und zu wenig Selbstwertgefühl. Und das Macbook Air ist vollkommen zu Recht in Vergessenheit geraten. Aber das Macbook Pro zum Beispiel ist sicher nach wie vor eine gute Investition, nicht nur für Fanboys. Ein vollkommen unkompliziertes Betriebssystem, viele praktische (und oft auch unpraktische, aber witzige) Programme sind bereits vorinstalliert. Das Design ist natürlich auch nicht schlecht, sonst würde es nicht mittlerweile jeder Note- und Netbook-Hersteller mehr oder minder abkupfern. Und, wie gesagt, die Bedienbarkeit ist auch nicht von schlechten Eltern.
Das einzige Gegenargument, das mir zu meiner eigenen These gerade einfällt, ist die mal mehr, mal weniger subtile Bevormundung. Im Endeffekt kann man nicht wirklich hinter die Oberfläche schauen, um es mal so zu formulieren. Da sind Windows und insbesondere die vielen verschiedenen Linux-Distributionen (zumindest was Fedora und Ubuntu betrifft, die anderen habe ich noch nie benutzt) dann doch viel weniger einschränkend, was die Systemkonfiguration betrifft. Außerdem ginge es mir auf die Nerven, zum Verwalten und Hören meiner Musikdateien gezwungenermaßen iTunes (schon wieder so ein Produkt mit i) zu verwenden. Und dass Apple darüber urteilt, ob ich die Caps-Lock-Taste jetzt absichtlich oder unabsichtlich gedrückt habe, geht mir gewaltig gegen den Strich, auch wenn es jetzt eher ein banales Beispiel ist.
Zu den übrigen Apple-Produkten kann ich nur wenig sagen. Die iPods sind zwar von der Bedienbarkeit her unschlagbar (glaubte ich zumindest, bis ich Besitzerin eines Blackberrys wurde), aber der Klang ist einfach grauenhaft in Vergleich zu anderen Playern. Über den Preis wollen wir gar nicht reden. Das iPhone ist zum Spielen ganz nett, es gibt wirklich wahnsinnig viele gute Spiele und Apps dafür, manche davon sind für ernsthafte MusikerInnen sicher sehr interessant, aber für SMS z.B. könnte ich das Ding nicht länger als eine Sekunde benutzen. Internetseiten sind darauf auch mehr oder weniger nur in kastrierter Form abrufbar, und telefoniert habe ich noch nie damit. Möchte ich aber auch nicht. Und da kommt auch das Preisargument. Mit einem 1000$-iPhone kann man eigentlich nicht viel mehr machen als mit einem 150€ teuren Sony Ericsson (und das kann sogar Copy&Paste, im Gegensatz zum 1G). Außer angeben.
Das selbe gilt wohl auch für das iPad, das ja eigentlich als Zwischending von Smartphone und Notebook gedacht war. Oder wars irgendwas zwischen Netbook und Notebook? Egal, auf jeden Fall ist es so gründlich in die Hose gegangen, dass ich das Gerät in der Form einfach nicht ernst nehmen kann. Da sind mir als absolutem Netbook-Feind sogar Netbooks noch lieber.

Naja. Ich sollte mich in Zukunft wohl kürzer fassen.

14 02 2010
Wieser

Du führst hier ziemlich viele und auch gute Argumente vor. Am besten gefällt mir der Teil mit der Bevormundung. Apple zielt direkt darauf ab, dass die Käufer der Produkte von ihren „i-wasauchimmer-Store“ abhängig sind, da sonstige Software nicht installiert werden kann, besonders durch die Abwesenheit eines Flash-players. Das Ganze klingt für mich nach Monopol-Stellung, wobei die Apple-Jünger (Ich weiß, ich vergleiche Apple mit einer Religion, aber man soll sich doch nur mal den Hype ansehen) immer den Microsoft-Usern vorhalten, dass sie die Monopol-Stellung von Microsoft unterstützen. Trotzdem ist mir Microsoft bei weitem sympathischer, da sie den Kunden nur partiell von sich abhängig machen. Doch wenn man ein Betriebssystem will, das nur auf Open-Source basiert, dann ist Ubuntu sicherlich die Empfehlung. Bis vor einem Jahr habe ich es noch auf meinem Pc benutzt, aber dadurch, dass ich auch Windows auf der gleichen Festplatte benutzt habe, hatte ich ziemlich viele Probleme mit Treibern und nach ein paar Monaten versagte der Grub-Loader total und ich konnte nur noch die Windows Partition retten. Trotzdem bin ich überzeugt, dass in den ganzen Linux-Distributionen ein enormes Potential steckt, das endlich genutzt werden sollte.
Auch ich war früher der absolute Notebook-Gegner, da ich mit einem Pc aufgewachsen bin, doch seit ich mehr oder weniger nur noch mit dem Zug unterwegs bin, bin ich um das Netbook sehr froh. Zu deinem Argument für das Macbook Pro gebe ich dir an manchen Stellen recht, doch wenn ich den Preis für dieses Ding sehe, denke ich sofort daran, was für einen High-End PC ich mir dafür leisten könnte.
Die Stelle mit dem Selbstwertgefühl hast du gut getroffen. Wenn man sich nur ein Apple-Produkt kauft, um sein Ego zu polieren, dann sollte man sich mal fragen, ob man dieses Geld nicht besser in eine Therapie investieren würde 😀 .

Wie wird also die Zukunft bei Apple aussehen? Vielleicht so:
http://blog.blog.zive.cz/2010/02/ipad-zabavne-srovnani-a-spekulace/

14 02 2010
wiesion

wenn wir schon bei geschenke sind: mir wurde ein autoradio geschenkt, der ca. 300€ gekostet hat, natürlich nur white label & made in china, aber trotzdem: windows ce, 7″ touchscreen mit 800x400px, dvbt, gps, bluetooth, mini-usb, 2x sd-slot, cd/dvd laufwerk, 4x60W endstufe, video-in/aux-in…

müssen wir noch weitere vergleiche anstellen um die absolute lächerlichkeit des „revolutionären produkts“ zu offenbaren? aber hier handelt es sich um eine wirklich religiöse bewegung, sonst würde man nicht derart irrationale käufe tätigen die jenseits aller rationalität liegen. wie das fellmonster schon erwähnte mag zwar die bedienbarkeit für unversierte der ich.apfel palette der anderer produkte überlegen sein, aber bei derartigen preisen und der heuchlerischen monopol-erhaltung (jaja natürlich, aus sicherheitsgründen boykottiert man flash, hat nichts mit den verkaufszahlen der apps vom ich.laden zu tun) muss man sich ernsthaft fragen – auch wenn es beleidigend sein mag – wie bescheuert/manipulierbar man eigentlich sein muss um diese präpotente propagandamaschinerie nicht zu durchschauen…

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