Die acht Pornos der Helene Hegemann oder Was tun, wenn man einen leseranziehenden Blogeintrag braucht?

27 02 2010


Der Internetdienst Linkbait generiert reißerische Blogtitel – wenn gewünscht auch mit selbst gewähltem Stichwort. Was man aus der guten (?) Helene Hegemann alles machen kann, zeigt die folgende Liste:
8 shocking ways that Helene Hegemann has appeared in porn
How Helene Hegemann is part of the gay agenda
8 outrageous frauds involving Helene Hegemann
10 under-appreciated things about Helene Hegemann
8 ways Helene Hegemann can help you survive a plane crash
The top 7 most mind blowing videos of all time about Helene Hegemann





Guerilla-Marketing oder So schockt man potentielle Kunden

26 02 2010

Guerilla-Marketing bezeichnet den Weg einiger Firmen, zu ungewöhnlichen Maßnahmen zu greifen, um mit ihren Produkten aufzufallen. Ein Kaffeekonzern zum Beispiel hat mittels einer optischen Täuschung scheinbar die Böden von Aufzügen entfernt, sodass dort nur noch der Fahrstuhlschacht zu sehen ist. Die Illusion soll Passanten erschrecken – bevor sie erst auf den zweiten Blick die Täuschung durchschauen. Die eigentliche Werbung wartet dann an einer Fahrstuhlwand und soll auf die Leute nach dem Schreck eine beruhigende Wirkung haben. Weitere Beispiele gibt es hier.





Kathrin Passigs Berufswahl

25 02 2010

Igel: „Zählst Du dich auch zur Digitalen Bohème deines Kollegen Sascha Lobo? Was genau bedeutet das eigentlich?
Kathrin Passig: „Es bedeutet, dass das Internet gerade noch rechtzeitig für mich erfunden worden ist. Sonst hätte ich einen richtigen Beruf lernen müssen, womöglich irgendwas mit Frühaufstehen.





YouTube als Geburtshelfer

24 02 2010

Als bei einer Frau überraschend die Wehen einsetzten und weder Hebamme noch Krankenwagen rechtzeitig bei dem Paar in Cornwall eintreffen konnten, schaltete ihr Mann seinen Computer ein, suchte auf YouTube ein entsprechendes Video und nahm mit Hilfe der Schritt-für-Schritt-Anweisungen selbst die Entbindung vor. Der gemeinsame Sohn kam kurz darauf gesund zur Welt.





Technoprosa von Airen oder Wo Helene Hegemann Ideen findet

23 02 2010




So werden URLs knackiger

22 02 2010

Damit lange URLs nicht so viele Zeichen in Anspruch nehmen (und so vielleicht nicht in eine äußerst wichtige Twitter-Nachricht passen), gibt es Dienste, die für Kürze sorgen – die so genannten Link-Verkürzer oder Short-URL-Services. Was sich hinter einer solchen verkürzten Adresse befindet, ist dann aber nicht mehr ersichtlich und ab und zu sogar spannend. Ein neuer Dienst geht einen ganz anderen Weg. ShadyURL verschleiert den wahren Inhalt, anstatt ihn zu kürzen, die Adresse bleibt aber trotzdem funktionstüchtig. Versucht einmal folgenden Link: http://5z8.info/stalin-will-rise-again_w5u4n_hitler.





„Axolotl Roadkill“ – Der Zitatevergleich

21 02 2010

Die Audiodatei zum Reinhören.





Kommen Tiere nicht in den Himmel? oder Man kann aus allem Geld machen

20 02 2010

Viele protestantische US-Amerikaner glauben, dass sie noch zu Lebzeiten durch „Entrückung“ in den Himmel kommen. Weil dort aber für Haustiere kein Platz ist, bietet ein Mann aus New Hampshire nun einen entsprechenden Service unter dem Namen „Eternal Earth-Bound Pets“ an. Ähnlich wie bei streng gläubigen Juden, die oft Andersgläubige anstellen, um am Sabbat verbotene Arbeiten ausführen zu lassen, vermittelt der Dienst Atheisten an Christen, die sich nach deren „Entrückung“ um ihre Haustiere kümmern. Eine Tier-Versicherung kostet 110 Dollar für zehn Jahre und für jedes weitere Tier schlägt mit 15 Dollar zusätzlich zu Buche. Es gibt bereits zahlreiche zahlende Kunden; der Geschäftsinhaber rechnet aber nicht damit, dass die Gegenleistung fällig wird. Seiner Meinung nach verkaufe er ohnehin „nur“ Seelenfrieden. Mehr dazu hier.





Wer würde für Online-Inhalte bezahlen?

19 02 2010

Quelle: Nielsen Wire





Helene Hegemann und ihre Quellen

18 02 2010

Die skandalgebeutelte Bestseller-Autorin Helene Hegemann legt die Quellen zu ihrem Roman „Axolotl Roadkill“ offen. Darunter befinden sich zwanzig mehr oder weniger wörtlich übernommene Passagen aus dem Blogger-Buch „Strobo“, hinzu kommen weitere zwanzig Zitate und Abschnitte, die aus anderen Texten übernommen wurden. Momentan ist die vierte Auflage im Druck, in diese wird das Quellenverzeichnis aufgenommen. Außerdem dankt Hegemann zahlreichen Menschen für ihre Inspiration. Ein Roman mit Quellenverzeichnis – sehr interessant. Wenn ich an meine umfangreiche Bibliothek denke, dann fallen mir nur zwei literarische Werke ein, die Quellenangaben enthalten: „Die bezaubernde Florentinerin“ von Salman Rushdie (gut sieben Seiten) und „Briefe in die chinesische Vergangenheit“ von Herbert Rosendorfer (eine Seite). In beiden Fällen handelt es sich um eine schlichte Aufzählung der Bücher, an Hand derer sich die Autoren in die behandelte Thematik eingearbeitet haben. Also etwas ganz anderes als in der Causa Hegemann. Ein wissenschaftlicher Text muss Quellenangaben enthalten, er trägt Rechnung, woher die einzelnen Informationen stammen. Der Unterschied zwischen Wissenschaft und Plagiat besteht demnach hauptsächlich darin, offenzulegen, woher was kommt. Wir erinnern uns: „Wissenschaft war schon alle Zeit …“ Ist dies auch im Bereich der Belletristik möglich? Warum nicht? Ein Roman mit Fußnoten zum Beispiel ist nicht so abwegig (Google findet zum Suchbegriff „Roman mit Fußnoten“ immerhin 9 Seiten). Aber ändert es für „Axolotl Roadkill“ irgendetwas, ob nachträglich (!) ein Verzeichnis angefügt wird? Für mich nicht.