Bücher im „Gesichtsbuch“

29 01 2010

Es gibt in letzter Zeit verschiedene Aktionen innerhalb von Facebook, bei denen es darum geht, etwas Bestimmtes als Statusmeldung zu veröffentlichen. Einmal war es die Farbe des BHs, dann wieder durch einen Ländernamen codierte Beziehungsumstände. Vor ein paar Tagen bin ich das erste Mal auf folgende Aufforderung gestoßen: „Regeln des Spiels: Schnapp dir das nächstliegende Buch. Jetzt. Schlag Seite 56 auf. Suche den 5. Satz. Veröffentliche den Satz als „Was machst du gerade?“ & schreibe die Regeln als Kommentar dazu.“ So etwas gefällt mir. Ich persönlich konnte diesem Wunsch noch nicht nachkommen, weil a) meine Bücher in meiner umfangreichen Bibliothek alle gleich weit entfernt zu sein scheinen und gerade liegt keines herum und b) Ich nicht weiß, was ich machen soll, wenn die Seite mit einem angebrochenen Satz beginnt. Zählt dieser schon als Nr. 1 oder nicht. Ja, ja, das sind Probleme. Nun, wer mich kennt, weiß dass ich Bücher liebe und gerne darüber rede und schreibe. Interessant finde ich deshalb einzelne Kommentare, die es bereits zu Postings anderer Facebook-User gab. Zum Beispiel: a) „Meine Bücher haben hauptsächlich nur Bilder, und kaum 56 Seiten …„, b) „Internet hot koane Seiten“ und c) „Geat Mikimaus lei bis 50?

Advertisements

Aktionen

Information

3 responses

29 01 2010
Selma

Hach, wir Bibliophilen… 🙂
Ich wollte schon vorschlagen, dass man einfach einen schönen Satz aus einem schönen Buch, das man grade gelesen hat, als Status reinschreiben könnte. Warum so ein Zufallsspiel (das ich ja auch nicht uncharmant finde), wenn man einen wirklich schönen Satz schreiben könnte, der einen berührt hat? Ich hab grad von Joseph Roth „Kapuzinergruft“ verschlungen (ich mag einfach, wie er schreibt), und da gab es wirklich so einige Sätze, die ich gern mit anderen geteilt hätte. Und warum nur einen Satz? Warum nicht mehrere? Warum nicht einen Absatz? Warum nicht – ein ganzes Buch? Ach so. „Mikimaus“. Das erinnert mich daran, dass ich in einer Maturaklasse einen Schüler hatte, der sich nicht entblödete (damit ich dieses herrliche Wort auch mal verwende), sich damit zu rühmen, im Leben noch nie ein ganzes Buch gelesen zu haben. Wow. Da waren wir aber alle schwer beeindruckt.
Übrigens: Seite 56, 5. Satz (und ich hab den angebrochenen nicht mitgezählt): Irgendwo zirpte schrill ein Heimchen.

29 01 2010
Wieser

Da bleibt einem sicher die Spucke weg, wenn man hört, dass ein 18-jähriger noch kein Buch vollständig gelesen hat. Aber es ist eine bekannte Problematik, das die Lust zum Lesen bei den Leuten zurückgeht. Auch ich muss leider zugeben, dass ich nicht mehr so viel lese wie ich möchte, aber einige Bücher habe auch ich mir schon gegönnt. Besonders gefallen hat mir Wolfgang Hohlbein, der eine Art zu schreiben hat, mit der er den aufmerksamen Leser fesselt. Sein Buch „Anubis“ hat mir sehr gut gefallen. Und was die Mickimuashefte angeht: ich habe mit 6 Jahren begonnen, die italienischen Comics von Micki und Co. zu lesen, wodurch ich diese Sprache spielend gelernt habe und mit der Zeit immer besser verstanden habe. Glücklicherweisse hat mich mein Vater dazu inspiriert, denn er half mir immer weiter bei Wörtern, die ich nicht verstanden habe. Dadurch habe ich eine Interesse für Sprachen entwickelt. Zurzeit lese ich v.a. Bücher mit philosophischem Inhalt, wie z.B. Wer bin ich nud wenn ja, wie viele? von Richard David Precht. Dieser mir zuvor unbekannte Autor befasst sich explizit mit den Theorien verschiedener Philosophen, Physiker sowie auch Hirnforschern. Das nächste Buch, das ich lesen möchte, liegt schon auf meinem Schreibtisch. Dabei handelt es sich um das tibetische Totenbuch, da es mich interessiert, welche Lehre die Buddhisten verfolgen. Somit kann man sagen, dass Mickymaushefte nicht ihr Ziel verfehlen, solange sie im angemessenem Alter gelesen werden ;).

29 01 2010
Selma

Bin im Bezug auf „Mickey Mouse“ (meinetwegen auch „Micky Maus“) oder „Topolino“ absolut deiner Meinung. Was ich oben anprangern wollte, ist die Schreibweise. Wer viel liest, der merkt sich ja fast schon zwangsläufig, wie ein Wort aussieht und dass man „Gras“ nunmal nicht „Graß“ schreibt (ist doch schon rein optisch ein Unterschied). Wer hingegen nie genau hinsieht, weil er nur „Bildchen guckt“… (Aber ich will jetzt nicht eine Diskussion vom Zaun brechen, die eher zum Thema von vor ein paar Tagen passen würde!)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s




%d Bloggern gefällt das: