Don’t be evil?

15 01 2010

Googles Leitsatz muss ich schon mit einem großen Fragezeichen versehen. Ich gebe zu, seit es Google gibt, verwende ich nur mehr eine einzige Suchmaschine. Früher habe ich Altavista, Excite, Lycos, Magellan, Yahoo, MetaCrawler und einige andere parallel benutzt und habe auch alles gefunden, was ich brauchte. Schon seit einiger Zeit ärgere ich mich darüber, dass bei Sucheingaben Vorschläge kommen, wie denn der Begriff weitergehen soll. Gut, man kann damit oft ein wenig Zeit sparen, aber ist es wirklich schon so weit gekommen, dass uns eine Maschine vorgibt, wie wir weiterzudenken haben? Gibt es zu jedem Stichwort fünf, acht oder zwölf naheliegende Kombinationen? Wer sich darauf verlässt bzw. nur das auswählt, was viele andere schon vor ihm eingetippt haben, der wird letzten Endes ein willenloses Subjekt. Zumindest was die Benutzung von Suchmaschinen betrifft und das ist heute auch schon eine ganze Menge. Über zwei Blogeinträge bin ich auf folgenden Umstand hingewiesen worden. Wenn man Google mit der Anfrage „Sex mit“ füttert, so bietet die Suchmaschine eine ganze Reihe von Vorschlägen wie denn die Suchanfrage vollendet werden kann.

Es ist ein schöner Spiegel unserer Gesellschaft. Denn Google wirft das aus, was am meisten gesucht wird. (Irgendetwas läuft definitiv falsch!) Man erfährt so, dass sich anscheinend vier Mal so viele Internetsurfer für Sex mit Kindern interessieren als für Sex mit Lehrern. Einfach eklig. So sah es auch ein anderer Blogger, dessen Beitrag „Google kann echt eklig sein“ heißt. Gibt man übrigens diese Wörter in die Suchmaske ein, besitzt Google zudem die Frechheit zu fragen: „Meinten Sie: Google kann nicht eklig sein“

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3 responses

15 01 2010
Matteo

Im Spiegel dieser Woche gibt es einen wunderbaren Artikel über Google…

15 01 2010
Wieser

Zum Thema Suchmaschinen: Ich gebe zu, dass auch ich in den letzten Jahren fast immer Google benutze. Altavista hat sich früher mit ihrer Startseite, die immer voll mit Werbung zugekleistert war, das Grab selbst geschaufelt. Zudem war Google anfangs recht sympatisch. Ein Projekt zweier Studenten, das klingt doch wirklich gut in den Ohren. Aber in letzter Zeit wird Google zu gefährlich, man betrachte nur einmal Google Chrome, eine Spyware Non-plus-ultra. Datensammlung von allen Usern, die es benutzen, für Marketingforschung, das klingt in meinen Ohren sehr suspekt. Don’t be evil, hoffen wir einmal, dass Google dabei bleibt. Auch bei allen anderen Projekten oder Dienstleistungen von Google, wie Youtube, Google Mail, Google Maps usw. ist Vorsicht geboten, denn das Ganze sieht nach einer Monopol-Gründung aus. Übernimmt Google irgendwann das Internet vollends? Wohl eher kaum, aber die Tendenz geht stark darauf hin. Zudem finde ich, dass Wolfram Alpha nicht zu unterschätzen ist. Diese Suchmaschine arbeitet „intelligent“, d.h. sie bietet direkte Antworten auf spezifische Fragen, auch wenn sie bisher nur in Englisch funktioniert. Hoffen wir, dass in nächster Zeit konkurrenzfähige Suchmaschinen und Dienstleistungen von anderen Anbietern erscheinen, sonst könnte es geschehen, dass wir eines Tages noch Google selbst für die Benutzung des Internets bezahlen müssen.

18 01 2010
kasiopaja

zu diesem thema kann ich euch folgenden link verraten:

unfassbar, funktioniert aber auf dem englischen google wirklich (alles ausprobiert).
besonders der tote pakistani ist sehr lustig

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