Was soll man zu diesem so wichtigen Thema überhaupt noch glauben?

8 12 2009
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3 responses

8 12 2009
Nikita Bondarew

„Hitler ist an der Erderwärmung schuld! Die Klimakonferenz-Religion und ihr Schwachsinn“

http://freidemzen.wordpress.com/2009/12/08/hitler-ist-an-der-erderwarmung-schuld-die-klimakonferenz-religion-und-ihr-schwachsinn/

Die Menschen stumpfen langsam ab – jede neue Schreckensnachricht wird als Schlagzeile wahrgenommen – die Menschen entwickeln eine Gier nach mehr – daas ist die Skandalwirkung der Story, die jetzt lediglich als solche wahrgenommen wird…
Keine Kritiker keine wirklichen Diskussionen – die Gier und die damit verbundene Gier der Menschen muss nun befriedigt werden…

8 12 2009
Selma

Zu diesem Thema gibt es für mich nur die eine absolut völlig extrem komplett total unbequeme Wahrheit: Jeder Hype hat seine Trittbrettfahrer, die da rufen: „Alles gar nicht wahr“. Zu recht? Zu unrecht? Nicht immer leicht zu sagen. An sich tendiere ich ja dazu, den kritischen Stimmen zu glauben – weil sie eben kritische Stimmen sind und sich gegen den Mainstream stellen. Daher halte ich es für ziemlich plausibel, dass die Panikmache rund um die Schweinegrippe tatsächlich nur ein ausgeklügeltes Vehikel ist, um im großen Stil überteuerte Medikamente zu verkaufen. Allerdings: Es gibt auch jede Menge „Experten“, die gerne zitiert werden, um zum Beispiel „zu belegen“, dass etwa eine Chemotherapie das Schlimmste ist, was man bei Krebs überhaupt machen kann. Oder, man denke zum Beispiel an die Zeugen Jehovas, dass Bluttransfusionen gefährlich seien (von „nicht gottgefällig“ ganz zu schweigen). Tatsache (Tatsache?) ist, dass Chemotherapien und Bluttransfusionen natürlich gefährlich und sehr belastend sind, aber sie können auch Leben retten. Und dann gibt es noch die vielen, vielen, zahllos vielen Experten, die zum Beispiel „wissenschaftlich nachweisen“ können, dass man mit gelben Energiescheiben die Wasserkristalle in der Luft beleben kann (und dann springen gleich die nächsten „Experten“ in die Bresche, die den Nachweis bringen, dass das für uns gesund ist). „Experten“ wissen, dass die Pyramiden von Außerirdischen gebaut wurden, „Experten“ wissen, dass Elvis lebt. Allerdings gibt es dann auch sehr seriöse Experten, die zum Beispiel im Mittelalter, als es Mainstream war, zu glauben, dass die Welt eine Scheibe sei, ganz „ketzerisch“ eine andere Meinung vertraten. Diese Leute waren wichtig, und die Scheiterhaufen, die man ihnen errichtet hat, beschämen uns als Menschheit bis heute. Gegenwärtig schichten wir nicht mehr so schnell Reisigbündel auf. Auch aufgrund der Informationsexplosion via Internet wäre das auch ein ziemlich ressourcenintensives Unterfangen. Und die Ressourcen gehen uns ja bekanntlich aus. – Gehen sie das? Manche Experten behaupten das Gegenteil. Oder sind es doch nur „Experten“? Leider sieht man den Leuten nicht an, ob sie nun „Experten“ mit oder ohne Anführungszeichen sind. Worauf sollen wir vertrauen?
Das ist dann meist der Endpunkt der Diskussion: Die Sache kann nicht letztgültig geklärt werden. Am besten, wir warten noch ein bisschen ab und schauen, wie sich die Lage entwickelt. Das halte ich für eine leichtsinnige, möglicherweise sogar für eine dumme Strategie. Die Frage der Klimaerwärmung, die Frage der Energie für die Zukunft – die kann man nicht einfach „aussitzen“. Ja, man stelle sich das beste Szenario von allen denkbaren vor: Es gibt tatsächlich noch Öl bis zum nächsten Dinosaurierzeitalter, der Klimawandel ist nichts als ein Humbug, mit dem man uns gefügig machen will („in Wahrheit handelt es sich um ganz normale Schwankungen, die von vulkanischer Tätigkeit hervorgerufen werden bla bla bla…“) – was hieße das für uns? Mit der Schulter zucken und weitermachen wie bisher? Abseits von allem Expertenhickhack bleiben ein paar unumstößliche Tatsachen: Unsere Umwelt ist verschmutzt und wird mehr und mehr verschmutzt (ich sage nur: Luft. Gewässer. Böden. Licht. Lärm). Unser Energiebedarf nimmt ständig zu. Der westliche Lebensstil fußt auf Ausbeutung nicht nur der eigenen materiellen, personellen und ideellen Ressourcen, sondern auch derer anderer Länder, die viel schlechter dastehen. Die Mär vom ständigen Wachstum glaubt kaum mehr jemand (gewisse Experten widerlegen das freilich). Mag sein, dass CO2 nicht unser Hauptproblem ist. Aber es ist zumindest Teil des Problems. Ein wesentlicher Punkt, der mich den „kritschen Stimmen“ gegenüber so skeptisch stimmt, ist auch der: Was soll falsch daran sein, sich neue Strategien für die Zukunft auszudenken? Was ist falsch daran, über erneuerbare und saubere Energie zu diskutieren, was ist falsch an Sparsamkeit, Nachhaltigkeit, Entschleunigung – also an all diesen neuen Modewörtern, die uns von der „Klimakatastrophen-Religion“ eingetrichtert werden? Oder, um ein anderes Beispiel aus der „Religions-Ecke“ zu bemühen: Ich kann das Christentum freilich für vieles, leider allzu vieles kritisieren. Aber was ist falsch an der Idee der Nächstenliebe? Experten, die das Kind mit dem Bade ausschütten, gibt es leider viel zu viele. Und Schüler, die in Schulaufsätzen zum Thema Klimawandel schreiben: „Ist mir doch wurscht, da kann man eh nichts tun und wahrscheinlich ist es sowieso nicht so schlimm (und wenn, dann geht es mich nichts an)“ auch.

9 12 2009
wiesion [ch]

sehr guter kommentar, selma.
es ist wahr, die informationsüberflutung wirft viele probleme auf, aber andrererseits zeigt sie auch unumstösslich auf, dass „wahrheit“ ein sehr, sehr dynamisches wort ist. im endeffekt sucht jeder nach seiner persönlichen wahrheit und wird auch nur solche informationen als wahr empfinden, mit denen er sich identifizieren, zurechtfinden kann: das prinzip „man hört nur das, was man hören will“. auch wenn es verschiedene geschichtliche tatsachen geben mag, bleibt es jedem selber überlassen was er dieser beimisst und in ihr sieht. so mag heute völkermord im allgemeinen als greueltat angesehen werden, früher war dies eher eine pflicht und ehre… die bedeutung von wörtern sind mit der zeit wandelbar, was man zb. in 200 jahren unter menschenliebe versteht, könnte u.u. nur noch sehr wenig mit dem zu tun haben, was wir heute drunter verstehen.

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