Das Wissen schafft mich …

2 11 2009

Wenn man die Körpermaße von 1.100 Österreichern mit ihrem Glauben an übernatürliche Erscheinungen vergleicht, dann ergibt sich – dank einer aktuellen wissenschaftlichen Untersuchung, die in „Personality and Individual Differences“ publiziert wurde – das folgende Bild: Je kleiner bei der Geburt, desto offener für einen entsprechenden Glauben. Gut, ich war damals 50 cm lang, mein Sohn 52 cm. Was sagt mir das? Dass ich Österreicher sein muss, um in den Geltungsbereich dieser Studie zu fallen? Meine Großeltern wurden alle vor 1919 geboren – na, also. Aber das ist eine andere Geschichte. Muss man nun die russische Mutter, deren Kind bei der Geburt 7,75 kg wog, oder die chinesische Mutter, deren Kind 75 cm groß war, aus ganz anderen Gründen bemitleiden? Oder sind diese Kinder das Anti-Übernatürliche in Person? Ob das auch eine Studie belegen kann, wage ich zu bezweifeln. Eine Frage zwickt mich noch: Ich verstehe, dass man Vermutungen wissenschaftlich untersucht oder Experimente macht und zu einigen Erkenntnissen kommt, aber ich frage mich, wer auf die Idee kommt, Österreicher zu vermessen, um deren Affinität zu Übernatürlichem zu erklären?

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