Die verlorene Kindheit oder Die spinnen, die Briten

27 10 2009

Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Das ist in Ordnung. Wer nichts leistet, gehört nicht dazu. Darüber kann und soll man diskutieren. Wenn ich aber lese, dass in Großbritannien bereits Siebenjährige ihre Karriere planen sollen, dann mutiere ich unfreiwillig zum Hippie. Und mit Hippies hatte ich nie etwas am Hut, noch wollte ich, dass es so war. Das ganze erinnert mich ein wenig an Neil Postmans 1987 erschienene Buch „Das Verschwinden der Kindheit“. Wenn Kinder nicht mehr Kinder sein dürfen, wenn sie den ganzen Druck, der auf Erwachsene lastet, schon im Grundschulalter spüren, dann läuft etwas falsch. Und vielleicht ist das auch ein Grund, wieso sich andererseits heute immer mehr Erwachsene weigern, erwachsen zu werden. Ein schönes Paradoxon. Dem britischen Bildungsminister Ed Balls sage ich nur eines: Che balle!

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