Was die Sugababes mit Philosophie zu tun haben

19 10 2009

In der Philosophie wird oft das Beispiel von Theseus‘ Schiff bemüht, wenn es darum geht, über den Begriff der Identität zu reden. Thomas Hobbes hat den Gedankengang im 17. Jahrhundert so formuliert: „Werden in diesem Schiff nach und nach alle Planken durch neue ersetzt, dann ist es numerisch dasselbe Schiff geblieben; hätte aber jemand die herausgenommenen alten Planken aufbewahrt und sie schließlich sämtlich in gleicher Richtung wieder zusammengefügt und aus ihnen ein Schiff gebaut, so wäre ohne Zweifel auch dieses Schiff numerisch dasselbe Schiff wie das ursprüngliche. Wir hätten dann zwei numerisch identische Schiffe, was absurd ist.“ Und nun die populärkulturelle Variante anno 2009. Wenn aus einer Girlgroup, die aus drei Sängerinnen besteht – nennen wir sie der Einfachheit halber A – im Laufe von mehreren Jahren alle drei Mitglieder nacheinander aussteigen und durch andere ersetzt werden, die dadurch A bilden, sich nun aber die drei ursprünglichen Sängerinnen wieder vereinen, welche von beiden Gruppen ist A? Oder gibt es zwei A? Oder gar kein A mehr? Seit Jahren habe ich darauf gewartet, dass auch das dritte Originalmitglied der britischen Sugababes die Band verlässt. Keisha Buchanan sei Dank!

Advertisements

Aktionen

Information

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s




%d Bloggern gefällt das: