„Mein Kampf“ als Manga

3 10 2009

image-20334-panoV9-lwjaIn Japan ist in der Reihe „Lernen mit Manga“ eine Comic-Version von Adolf Hitlers Buch „Mein Kampf“ erschienen. Bisher wurden schon über 45.000 Bücher verkauft, Ausgaben für andere asiatische Länder werden vorbereitet. Japanische Kinder sollen dadurch leichter mit deutscher Literatur in Kontakt kommen, so der dahinter liegende Grundgedanke. Kritiker bemängeln nicht, dass Hitler zum Thema von Comics gemacht wird – es gibt mehrere positive Beispiele dafür, so auch die im Carlsen Verlag 1989 erschienene, historisch korrekte und für die politische Bildung eingesetzte Comic-Biographie -, sondern dass ausschließlich Hitlers Originaltext herangezogen wurde. Was denkt ihr darüber? Gibt es nicht bessere Wege, Schülern Literatur nahezubringen? Werden so nicht Lügen weiterverbreitet? Ich bin hin- und hergerissen. Kaufen würd‘ ich’s mir aber.

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One response

3 10 2009
Selma

Als bekennende Manga-Freundin würd ich mir das sicher anschauen. Nur so „aus der Ferne“ kann man sich kein Bild darüber machen, wie das wirklich hinüber kommt. Vor allem würd mich interessieren, wie sie so einen langweiligen Schinken interessant gemacht und bebildert haben -die visuelle Gestaltung kann den Text ja außerdem auch gehörig konterkarieren oder unterstreichen. Werden Juden dargestellt? Wenn ja, wie? Dann weiß man auch, wes Geistes Kind die Macher sind. Ich glaube, „Wiederbetätigung“ gibt es in Japan wohl nicht…

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