UN-Bericht zu Kinderpornographie

22 09 2009

Zu jedem Zeitpunkt seien im Internet etwa 750.000 Personen auf der Suche nach sexuellen Kontakten zu Kindern, so der aktuelle UN-Bericht zu Kinderpornographie. Darüber hinaus sind die Autoren der Studie zu folgenden Erkenntnissen gekommen: a) Die Zahl von kinderpornografischen Websites nimmt weltweit trotz aller Bemühungen von staatlicher oder privater Seite weiter zu. Die Zahl der Bilder, die schwere Misshandlungen von Kindern zeigen, habe sich zwischen 2003 und 2007 vervierfacht. b) Die Darstellungen werden zudem härter und die missbrauchten Kinder immer jünger. c) Da mit dem Internet eine leicht zu bedienende Technik zur Verfügung steht, um Bilder zu verbreiten, ist Kinderpornografie mittlerweile ein profitabler Geschäftszweig mit einem Umsatz zwischen 3 und 20 Milliarden Dollar. d) Die Zahl der minderjährigen Opfer wird auf 10.000 bis 100.000 geschätzt. Neue Risiken ergäben die zunehmend interaktiven Möglichkeiten des Internets. So habe das technische Zusammenwachsen von Handys und Internet erhebliche Folgen für die Sicherheit. Wichtig seien deshalb Hotlines oder virtuelle Warnknöpfe, mit denen man Vorfälle melden kann, aber auch Filter oder die Mitarbeit von Internetprovidern, Banken und Kreditkartenunternehmen, um den Handel mit Bildern zu unterbinden. Probleme gäbe es allerdings durch die unterschiedlichen juristischen Rahmenbedingungen in den einzelnen Staaten. Die Sonderberichterstatterin Najat M’jid Maalla fordert daher eine weltweite Liste von kinderpornografischen Websites, die konstant aktualisiert wird und allen Staaten und Internetprovidern zur Blockierung zur Verfügung steht.

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4 responses

28 09 2009
wiesion [ch]

ein weiterer absatz im schier unendlichen kapitel „systematisch ursache und wirkung verwechseln“ des buches „westliche gesellschaft“.

28 09 2009
retrakon

Wenn ich das richtig deute, dann bedeutet das Folgendes: Kinderpornographie verbreitet sich nicht deshalb so schnell und so gut, weil es das Internet gibt, sondern das Internet hat sich nur deshalb so schnell ausbreiten können, weil es Pädophile gibt? Ich glaube, ich habe dich, Wiesion, der du immer lesenswerte Kommentare schreibst, nicht ganz verstanden. Bei den Home Videorecordern war es in den 70er Jahren zwar tatsächlich so, dass der Pornomarkt für Enwicklung und Verbreitung gesorgt hat, aber hier … Kläre mich auf!

29 09 2009
wiesion [ch]

oh, nein so war das nicht gedacht… also
1. kann ich den bericht nicht allzu ernst nehmen, da hier einfach zahlen erfunden wurden oder derart komisch hochgerechnet werden dass es nicht mehr seriös ist, zb. 10.000 – 100.000; das heisst im endeffekt sie haben keine ahnung,
2. ist die UN gleich wie jede institution einfach daran interessiert auch das zu bleiben und ihre „unverzichtbarkeit“ für die menschheit zu festigen sowie ihren machtbereich auszubauen, somit ist sie in praktisch jeder frage parteiisch – genau wie jegliche AIDS-Stiftungen die panikmache schüren um mehr mittel zu erhalten (siehe zb. http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2007-31/artikel-2007-31-systematisch-aufgebauscht.html)

zu deiner frage: wegen dem internet gibt es nicht mehr oder weniger pädophile, es wurde einfach die mediale präsenz gesteigert – und ob es irrational zum bevölkerungszuwachs immer mehr pädophile gibt wage ich zu bezweifeln.

eine untersuchung die in richtung seriöser ursachenforschung geht, findet man zb. hier http://www.aerzteblatt-student.de/doc.asp?docid=106863

kurzum, wir geben das millionenfache an geld und resourcen dafür aus, uns mit den wirkungen auseinanderzusetzen, anstatt die wahren ursachen zu suchen/erkennen und dort lösungen anzusetzen.

29 09 2009
wiesion [ch]

wobei ich aber noch anmerken wollte, irgendwann wird es vielleicht auch möglich sein, herauszufinden warum es solche defekte im hirn gibt, nicht nur dass es sie gibt und dies und jenes auslösen…

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