Von wegen absolute Freiheit

11 09 2009

Wer mich (persönlich) kennt, weiß, dass ich kein Problem damit habe, wenn Freiheiten eingeschränkt werden. Einfach deshalb, weil wahre Freiheit nichts damit zu tun hat, dass man alles darf. Mit dieser Einstellung gehöre ich wahrscheinlich zu einer kleinen Minderheit, aber das Gefühl, nicht blind dem Zeitgeist zu verfallen oder ferngesteuert dem Mainstream hinterherzujagen, ist zumindest manchmal gar nicht so schlecht. Während wir auf der einen Seite in einer Welt leben, in der alles erlaubt zu sein scheint und jede Einschränkung vehement bekämpft wird, zeigt sich andererseits, dass es ohne doch nicht geht. In Deutschland gibt es Zensurbestrebungen, die trotz Proteste nicht vollkommen abgewendet werden konnten; Rabid Neurosis, eine Gruppe, die 25.000 Musikalben illegal im Internet angeboten hat (zum Teil vor dem regulären Erscheinungstermin), wird nun als kriminelle Vereinigung vor Gericht gestellt; in der Schweiz wird Beamten der Facebook-Zugang gesperrt, weil die Arbeitsleistung durch die Social-Network-Site drastisch gesunken war.

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One response

14 09 2009
wiesion [ch]

das problem ist wenn man keine eigene, gegen sich selbst gerichtete moral hat – die schlimmsten dieser exemplare sind dann auch noch jene, die alles von ihren mitmenschen abverlangen aber selbst niemals im stande wären das geforderte zu erfüllen: aus faulheit/bequemlichkeit; falls sich die gelegenheit zum eigenen profit bietet, wird dann mal schnell vergessen was man an anderen kritisiert hat und was für vorsätze man eigentlich mal hatte.

„was du nicht willst, das man dir tu‘, das füg‘ auch keinem anderen zu“ wäre da so ca. ein passender spruch, den man aber auch nicht wieder als dogma annehmen sollte – dadurch würde man sich evtl auch zu tode langweilen 😉

zu facebook in CH: es wurde für die rund 24’000 verwaltungs-angestellten (das sind 6.6% der stadtbevölkerung, man merkt, eine sozialistisch regierte stadt) der stadt zürich gesperrt – nicht weil es der souverän in einem gewissen ausmass nicht tolerieren würde, sondern einfach aus dem grund, dass von diesen mitarbeitenden pro monat 3’400’000 (140 pro mitarbeiter im monat, also ca. 7 pro arbeitstag) zugriffe auf facebook stattfanden, statt der tolerierten 500’000 (20 pro monat, 1 pro tag) – dabei gilt aber zu berücksichtigen dass nicht jeder angestellter ein facebook profil hat. die stadt hat das auch so ihren verwaltungsangestellten mitgeteilt, die sich allerdings nicht dran halten konnten, sie konnten es lediglich in den letzten drei monaten auf 1’500’000 zugriffe pro monat reduzieren. IMHO wären aber 1’500’000 auch noch tolerierbar gewesen.

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