Schockierendes Video gegen SMS im Auto

5 09 2009
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8 responses

6 09 2009
Selma

Zuerst dachte ich: Das Video ist viel zu lang. Das könnte gleich nach dem Unfall aufhören. Aber jetzt denke ich: Der Unfall war „die Action“, da war was los, krach bumm, ein bissl Toneffekte (Genickbruch, yummy), im Endeffekt wirkt das fast schon wieder „cool“. Aber die ganze lange (teilweise zugegeben etwas zu pathetische) Szene danach, die so sachlich angegangen wird, gibt erst den Eindruck der Ernüchterung und zeigt sehr gut den Schmerz des Überlebens. Autofahren ist gefährlich. Der Satz klingt unglaublich spießig, altbacken und behüterisch. Aber ich denke ihn jedes Mal, wenn ich auf der Straße bin und einen kleinen Fehler mache oder die Fehler der anderen mitbekomme, jedes Mal, wenn es sich wieder mal grad und grad noch ausgeht, jedes Mal, wenn ich halt auf die Vorfahrt verzichte, jedes Mal, wenn das waghalsige Überholmanöver zwei Autos vor mit noch gut gegangen ist. Was ich als besonders schlimm empfinde: Jeder macht mal Fehler, aus Unachtsamkeit, Müdigkeit, Arroganz, was auch immer. Dass sie nicht tödlich enden, hängt letztlich nur vom Glück ab, entweder grad keinen Gegenverkehr zu haben oder besonders aufmerksame Mit-Autofahrer auf der Straße, die es besser machen als man selbst (und hier schließen wir wieder an den ersten Satz an: jeder macht mal Fehler usw). Letzte Assoziation: Ich kenne jemanden, der mit 22 Jahren bereits drei seiner ehemaligen Mitschüler in der Oberschule durch Autounfälle verloren hat.

6 09 2009
Selma

oh. bei „mit“ in der neuntletzten zeile ganz am ende t durch r ersetzen. eben. jeder macht mal fehler…

6 09 2009
janiine

Ich find das Video echt krass, bin richtig geschockt. Ich kenn viele Leute die beim Autofahren sms schreiben, aber man muss das abschätzen können ob man nur „ok“ schreibt oder nen ganzen roman… und so wie sie das im VIdeo macht sie schaut nur aufs Handy, also wenn ich jemand so sms schreiben sehen würde wenn ich mit im Auto sitze würd ich ihm aber das Handy aus der Hand nehmen und selber schreiben.

8 09 2009
wiesion [ch]

liebes doktor-sommer-team,

bin ich pervers wenn ich die ganze dauer des videos über herzlich lachen musste und nebenbei genüsslich eine birne gegessen habe? ich hatte mir sogar schon hoffnungen gemacht der helikopter sei von al qaida und richte ein blutgemetzel an.

9 09 2009
wiesion [ch]

also mal im ernst… ich habe auch freunde durch autounfälle verloren, aber das video hier ist ja übelst lächerlich. die inszenierung ist zwar ganz nett und lautmalerisch, aber keinesfalls ernstzunehmen, ich stufe es unter der gleichen kategorie wie „staplerfahrer klaus“ ein.

1. alle drei mädels glotzen bescheuert in das display rein und reden auch noch amüsiert mit der fahrerin
2. wenn man zu blöd ist im sekundentakt während dem tippen auf die strasse zu glotzen ist man wahrscheinlich auch zu blöd zum sterben, also keine sorge
3. ihr verhalten wäre eher in einem pub vorstellbar als in einem fahrenden auto

11 09 2009
X-Mann

Na Wiesion,

Ich finde, dass das ein richtig guter Film ist….. wenn du eher so ein „medicopter“ etc Freund bist… ooooookay.
Aber dieses Video ist gut gemacht…

Ich wünsche dir (was man natürlich nicht macht, aber es würde dein Verständnis fördern), dass du mal etwas näher an so eine Situation kommst.
Dass Du mal verstehst, worum es geht, wenn Menschen in einem VU sterben, dann wärst du vll auch etwas sensibler für eine solche meisterhafte Leistung, die in diesem Film steckt.

Gruß.

14 09 2009
wiesion [ch]

vorweg, was meinst du mit „medicopter“? ich verstehe nicht ganz – falls es sich um eine tv-sendung handeln sollte: habe seit 7 jahren keinen tv mehr.

wie gesagt, der film ist nett inszeniert/gemacht, aber er ist zu 100% pathetisch – besonders die szenen mit „daddy, daddy, wake up, wake up“ und dem netten baby, das ähnlich dem disney-bamby nun ein waisenkind ist.

mit ca. 40’000 selbst gefahrenen km pro jahr – und das seit so einigen jahren – bin ich an die ein oder andere situation schon herangekommen, auch an solche, wo menschen im (gegen)verkehr unachtsam waren (ob nun telefonat, sms, landschaft anstarren, etwas aus dem handschuhfach rausholen, partner küssen, sturzbetrunken schlangenlinienfahrend, alles schon erlebt) und auf meiner spur entgegengekommen sind. wäre es dabei einmal daneben gegangen, vielleicht würd ich auch so rumheulen und sagen wie schlimm das alles ist und meine bösen mitmenschen keine rücksicht auf mich nehmen/genommen haben. das leben ist aber kein wunschkonzert.

aber das scheint ja ganz im zeitgeist zu liegen, den ausnahme- zum regelfall zu erklären – es kann jeden überall und jederzeit treffen, egal ob arbeitslosigkeit, autounfall, aids, h1n1, h5n1 usw usf -, darauf eine angstkampagne aufzubauen, medial jeden tag diesselbe scheisse den leuten reinzuwürgen und alle dafür zu „sensibilisieren“, dass sie in grösster gefahr sind und nur der liebe vater staat, die eu, die pharmaindustrie, greenpeace oder sonst wer uns alle retten kann vor den heutigen achso schrecklichen gefahren. ganz tolle evolution, DAS ist wahres, grosses kino, dafür brauch ich kein tv.

ob dieser film nun gerechtfertig ist oder nicht – wieso gibt es denn nicht zb. einen so herzzerreisend aufgeführten streifen gegen den europäischen fleisch-export nach afrika? da könnte man auch ganz toll tränen fliessen lassen en mass, so mit schwerstens unterernährten afrikanischen kindern und kühen die mehr knochen und fliegen als fleisch an sich haben; man könnte „die menschen sensibilisieren“ wie die afrikanische wirtschaft weiterhin schön mit dumpingpreisen – welche mittels den steuergeldern der eu-bürger durch export-subventionen an die grossen fleischproduzenten ermöglicht werden – kleingehalten wird und wie die leute unter armut und fremdbestimmung leiden damit man den unendlichen begierden einiger weniger gerecht wird… das nenn ich mir ganz grosses kino.

nur um es nochmal zu sagen: ich stelle die nicht die leistung des filmteams in frage, sondern die angewandten methoden um die nachricht zu transportieren – und schlussendlich die nachricht an sich, da es sich um ein marginales vorkommnis handelt und proporzional gesehen keinesfalls die aufmerksamkeit wert ist, die sie mit dieser propaganda zu verursachen versucht; insgesamt ein weiterer beweis für die verdrehung von prioritäten und problemen „unserer gesellschaft“.

14 09 2009
wiesion [ch]

oh hab vergessen:

freundliche grüsse auch ihnen.

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