Neue Methode für Menschenklone

4 08 2009

Ein chinesisches Forscherteam um den Biowissenschaftler Xiao-yang Zhao hat an der Akademie der Wissenschaften in Peking eine Maus aus einer einzigen Hautzelle entstehen lassen. Revolutionär ist an der entwickelten Technik in medizinethischer Hinsicht, dass damit gezeigt wurde, dass sich normale Gewebezellen so rückprogrammieren lassen, dass sie die umstrittenen embryonalen Stammzellen ersetzen können. Das heißt, dass der Mensch in der Lage ist, soweit in den Kreislauf der Natur einzugreifen, dass es nicht einmal mehr einer embryonalen Stammzelle bedarf, um ein Lebewesen zu klonen. Rückprogrammieren bedeutet in diesem Fall, dass die Zelle so manipuliert wird, dass sie sich später wieder in die 240 verschiedenen Gewebearten differenzieren kann, aus denen der Mensch besteht. Die chinesischen Forscher haben gezeigt, dass aus einer solchen Zelle, deren innere Uhr zurückgestellt wird, auch ein komplettes Lebewesen – in diesem Fall die Maus Xiao Xiao – entstehen kann. Damit könnte man langfristig auf embryonale Stammzellen verzichten. Kritiker bleiben skeptisch. Die ethischen Diskussionen werden trotzdem nicht verstummen. Wie geht die Menschheit damit um, dass es ihr technisch möglich sein wird, aus einzelnen Gewebezellen identische Kopien von Lebewesen herzustellen?

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