Handyverbot für Kinder?

29 07 2009

Schon im Jänner 2009 hieß es, dass Frankreich Handys, die für Kinder unter sechs Jahren entworfen wurden, in Zukunft verbieten will. Auch Werbung für Handys, die sich an Kinder unter 12 Jahren richtet, soll es bald nicht mehr geben. Zudem plant die französische Regierung, neue Grenzwerte für Handystrahlung einzuführen und will die Hersteller verpflichten, alle Mobiltelefone nur noch mit Kopfhörern auszuliefern. Niemand soll mehr gezwungen sein, mit dem Handy am Ohr zu telefonieren. Frankreich folgt damit als erstes Land einer Forderung des EU-Parlaments. Es hatte im September 2008 strengere Grenzwerte für Handystrahlung gefordert. Experten weisen darauf hin, dass insbesondere Kinder und Jugendliche vor ihr geschützt werden müssen.Wissenschaftlichen Studien aus Schweden zufolge sind sie einem fünfmal höheren Risiko ausgesetzt, an einem Gehirntumor zu erkranken, wenn sie Handys nutzen. Aber gerade bei ihnen ist das Mobiltelefon ein alltäglicher Begleiter. Auch die Ärztekammer in Wien fordert ein Handyverbot für Kinder unter 6 Jahren. Das Forum Mobilkommunikation (FMK), die Interessenvertretung der Mobilfunkindustrie, kritisiert die Vorhaben und wirft den Verantwortlichen Unwissen und Unwissenschaftlichkeit vor.

Advertisements

Aktionen

Information

One response

30 07 2009
Selma

Es wäre ja wirklich viel einfacher, wenn die Eltern ihre Kinder gleich mit einem Chip ausstatten würden. – Spaß beiseite: Über die Frage der Strahlung kann ich nichts sagen, da ich zu wenig Einsicht in wirklich seriöse und aussagekräftige Quellen habe. Kann sein, dass alles nur Angstmacherei ist, kann sein, dass wir uns tatsächlich mit cancerogenen Strahlen versuchen. Was mich mehr interessiert, ist, warum Eltern ihren Kindern überhaupt ein Handy kaufen. Meist ist wohl der Wunsch dahinter, jederzeit zu wissen, wo das Kind steckt (siehe auch die Möglichkeit, die Kinder dank Handy überall zu orten). Hier geht es auch um einen gewissen Kontrollwahn, und den finde ich bedenklich. Nicht so sehr, weil es in manchen Situationen durchaus sinnvoll sein kann, wenn das Kind „erreichbar“, „greifbar“ ist, sondern, weil so eine Gesellschaft heranwächst, die von klein auf daran gewöhnt ist, überall und jederzeit „transparent“ zu sein, und die wahrscheinlich auch nichts mehr dabei findet.Hmmm. Hoffe, der Kommentar ist jetzt nicht zu sehr off topic…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s




%d Bloggern gefällt das: