Russland verbietet Wirtschaftskrise

9 06 2009

rusWladimir Laptew, Verwaltungschef der östlich von Moskau gelegenen Region Noguinsk, hat den Begriff „Finanzkrise“ verboten. Beamten in seinem Einflussbereich, die sich in der Öffentlichkeit nicht an die neue Sprachregelung halten, droht die Entlassung. Laptew behauptet, die Krise finde „im Kopf statt, nicht in der Wirtschaft“. In der Region herrschten Bedingungen für normale Arbeit, die Finanzkrise werde aber von Unternehmen als Vorwand für Entlassungen benutzt. Unter dem Deckmantel der Finanzkrise weigerten sie sich, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Bei dem Verbot würde es sich aber nicht um einen Eingriff in die Redefreiheit handeln. „Es ist dasselbe, wie seinen Angestellten das Tragen von Miniröcken im Büro zu verbieten“, so Laptew.

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