Zensur von Magersucht-Websites?

7 06 2009

Die so genannten „Pro Ana“- und „Pro Mia“-Websites widmen sich den Themen Magersucht (Anorexia nervosa) und Bulimie (Bulimia nervosa). Sie werden in erster Linie von Jugendlichen betrieben, die selbst daran leiden. Sie streben aber keine Heilung an, sondern wollen andere bekehren. Die Krankheiten werden dabei verharmlost und als modern angepriesen. Es gibt mittlerweile mehrere tausend solcher Internetseiten, auf denen sich meist weibliche Jugendliche austauschen, wie man am besten abnehmen oder die Krankheit verschleiern kann. Interessensgruppen in Deutschland fordern nun, dass Seiten dieser Art auf den Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien gesetzt werden. So könnten Verbreitung und Werbung beschränkt und die Seiten nur mehr Erwachsenen zugänglich gemacht werden. Die Idee ist nicht neu. Bereits vor zwei Jahren gab es in Spanien ähnliche Bestrebungen. Eine Seite, die Anorexie als nachahmenswerten Lebensstil präsentierte forderte Mädchen dazu auf, sich in einem Wettbewerb dürr zu hungern. Je weniger Kalorien die Teilnehmerinnen pro Tag zu sich nahmen, desto mehr Punkte haben sie erhalten; Punkte gab es auch für Ausdauersport, die Einnahme von Schlankheitspillen oder von großen Mengen Wasser. Die spanische Gesundheitsbehörde ließ die Seite sperren.

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