Chinesen löschen Erinnerungen

1 06 2009

Forschern der East China Normal University ist es gelungen, gezielt das Gedächtnis von Mäusen zu bearbeiten. Wie in der Zeitschrift „Neuron“ berichtet wird, können durch Manipulation eines wichtigen Proteins im Gehirn ausgewählte Erinnerungen im Langzeitgedächtnis gelöscht werden. Anwendungen dafür gäbe es zuhauf, zum Beispiel könnten so posttraumatische Stresssyndrome von Kriegsveteranen geheilt werden, heißt es aus der Forschungszentrale. Das klingt alles recht gut – in der Theorie. Aber wer die utopische Literatur der vergangenen hundert Jahre kennt, sollte vorsichtig mit euphorischen Gefühlen sein. Es gibt noch andere Anwendungen, die den Chinesen dazu einfallen dürften. Staatsfeinde, Dissidenten, Oppositionelle, Intellektuelle und andere denkende Menschen könnten rein zufällig wichtige Informationen in ihrem Gedächtnis und ihre Überzeugungen „vergessen“. Und es werden nicht nur die Chinesen sein, die Gefallen daran finden werden.

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