Kommissar Google?

23 05 2009

Was Google alles kann. Gibt es innerhalb der Wikipedia-Community Diskussionen darüber, ob ein bestimmtes Stichwort „relevant“ sei oder nicht, wird von einigen Mitgliedern sehr gerne die Google-Waffe gezückt. „Nur 45.000 Links – keine Relevanz erkennbar.“ Argumente, dass es auch außerhalb von Google etwas gibt, werden untergebuttert. Butter ist relevant. Ende 2007 wurde ein 17-jähriges Mädchen aus Palo Alto von einem Fremden entführt und vergewaltigt. Das Mädchen konnte flüchten, ging zur Polizei und ein mutmaßlicher Täter war nach kurzer Zeit gefasst. Die mittlerweile 18-Jährige erklärte gegenüber Gericht und Staatsanwalt, dass sie den Täter nur einen Augenblick gesehen hatte und sie deshalb nicht mit absoluter Gewissheit sagen könnte, ob der Angeklagte auch der Täter sei. Der Staatsanwalt James Leonard forderte daraufhin andere Beweise für die Identifizierung als Täter. Der bei der Hausdurchsuchung beschlagnahmte Laptop wurde computerforensisch untersucht. Es konnte nachgewiesen werden, dass er sich in den Tagen nach der Tat mit Hilfe von Google nach dem Strafmaß für Kidnapping und Vergewaltigung informiert hatte. Ob dies als Beweismittel vor Gericht anerkannt wird, bleibt abzuwarten. Während heute noch besorgt darauf geachtet wird, dass die Aufnahmen der Google-Street-View-Cars keine erkennbaren Personen und Nummernschilder abbilden, warte ich darauf, dass Google gezwungen wird, in einem besonders Aufsehen erregenden Kriminalfall nicht retuschierte Bilder zur Verfügung zu stellen.

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