Piratenpartei im EU-Parlament?

1 05 2009

Wie die Stockholmer Zeitung „Daghens Nyheter“ berichtet, hat eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Synovate ergeben, dass die erst 2006 gegründete schwedische Partei „Piratpartiet“, die sich der Wahl für das Europa-Parlament stellt, auf 5,1% der Stimmen kommen könnte. Die Partei fordert unter anderem das freie Herunterladen von Film und Musik aus dem Internet. Mittlerweile besitzt die Partei über 40.000 Mitglieder. Nach dem Kategorischen Imperativ des Transzendentalphilosophen Immanuel Kant (1724-1804) muss jede Handlung auf ihre moralische Gültigkeit hin überprüft werden. Nur wenn man wollen kann, dass eine Handlung als allgemeines, für alle verbindliches Gesetz gelten kann, ist sie erlaubt. Angewendet auf die Forderungen der schwedischen Piratenpartei bedeutet das, dass das kostenfreie Herunterladen von urheberrechtlich geschützten Inhalten ethisch betrachtet nur dann erlaubt ist, wenn man wollen kann, dass das jeder immer macht. Damit würden allerdings keine kommerziellen Angebote mehr möglich sein, weil niemand mehr den legalen Weg beschreitet. Ergo: Dass es überhaupt Inhalte gibt, die heruntergeladen werden können, liegt nur daran, dass einige gerechtfertigerweise für Produkte bezahlen, die sie benutzen oder besitzen wollen. Aus ethischer Sicht ist jede andere Verhaltensweise äußerst problematisch.

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