“Kinderpornographie ist großartig. Sie ist großartig, weil Politiker verstehen, was Kinderpornographie ist. Wenn wir diese Karte ausspielen, werden sie handeln und anfangen, Webseiten zu blockieren. Und sobald sie das getan haben, können wir sie dazu bewegen, auch Filesharing-Seiten zu blocken.” – Johan Schlüter, Anwalt der International Federation of the Phonographic Industry
“Kinderpornographie ist großartig. sie ist großartig, weil wenn die Politiker anfangen, entsprechende Websiten zu blockieren, könnten wir das schamlos für den eigenen Profit ausnutzen. Die Opfer sind uns egal, denn die würden eh irgendwann anfangen, unser Geschäft zu schädigen.” Wenn man so etwas liest, wird der Phonoverband ja gleich noch viel sympathischer, als er eh schon ist.
Mag ja sein, dass die Debatte um Kinderpornos für die Inhalteindustrie sicherlich von Nutzen ist. Aber wenn man dann Aussagen wie “Kinderpornographie ist GROSSARTIG” vom Stapel lässt… so etwas ist wirklich unterste Schublade. Sogar für einen Anwalt.
Würde mich nicht wundern, wenn Pädophile das als Aufruf auffassen würden. Frei nach dem Motto: “Ja, ich habe das Leben eines Kindes zerstört. Aber ich habe damit auch Gutes getan. Denken Sie mal darüber nach.”
soviel offenheit seitens der ifpis kommt unerwartet. spätes outing von “menschen sind uns vollkommen scheissegal, wichtig sind uns nur unsere aktionäre”…
Stimmt, eigentlich dürfte man über diese Aussagen nicht sonderlich überrascht sein. Was aber nichts daran ändert, dass sich bei so viel “Offenheit” ein gewisser Brechreiz einstellt.