The Matrix Legocy

25 11 2009





Wir lernen etwas: Was ist Bodyshopping?

24 11 2009

Was so klingt als ob man in einem Geschäft einen Körper kaufen kann, vielleicht einen neuen Partner, hat damit zum Glück nichts zu tun. Ob das sich tatsächlich dahinter Verbergende wesentlich besser ist, gilt es noch zu eruieren. Was ich an unserer technik- und netz-überladenen Welt immer wieder befremdlich finde, ist der Hang Vieler immer öfter das reale Leben in die Virtualität zu verlegen. Denn ein solches virtuelles Leben ist, wenn man es genau nimmt, eine Täuschung. Es spricht nichts dagegen, einmal der Superheld in einem Computerspiel zu sein, aber wenn man dieser Held nur deshalb sein will, und immer sein will, weil man im realen Leben ein Anti-Held ist und darunter auch leidet, dann ist das für mich, wie ich schon öfters ausgeführt habe, nicht viel mehr als eine Flucht. Doch zurück zu Bodyshopping. Darunter versteht man das digitale Bearbeiten von Fotos, indem man virtuelle Tattoos auf den Körper aufbringt (siehe Bild). Das muss wohl für Menschen sein, die so wankelmütig sind, dass sie es nach kurzer Zeit ohnehin nicht mehr wollen oder zu feige, sich ein echtes Tattoo stechen zu lassen. Virtuell ist nur für jene real, die kein reales Leben besitzen.





B.B. 2.0 (nicht Brigitte Bardot sondern Burka Barbie)

24 11 2009





Das reale Leben 2.0

23 11 2009

„Mein Blog ist mein Haus, Facebook meine Bar und Twitter die Stimmen in meinem Kopf.“ – Sascha Lobo





Japaner heiratet Videospiel-Figur

22 11 2009

Ein japanischer Computerfreak wird morgen auf Guam seine Freundin Nene Anegasaki heiraten. Nene ist eine Spielfigur aus Konamis Dating Simulator „Love Plus“ für die Nintendo DS Mobilspielkonsole. Zum besseren Verständnis eine Einführung in das Spiel.

Es wundert mich eigentlich nicht, dass es so etwas in Japan gibt.





Von wegen Ölkrise

21 11 2009

Jährlich werden etwa 40.000 Tonnen Uranerz abgebaut und zu Nuklearbrennstoff verarbeitet. Allerdings verbrauchen alle Kernkraftwerke dieser Erde zusammen so viel spaltbares Uran, dass man jedes Jahr 25.000 Tonnen mehr bräuchte. Diese Differenz wird derzeit durch Wiederanreicherung gedeckt, die erstens nicht effektiv genug funktioniert, zweitens die Meere verseucht und drittens vor allem durch Verheizen von alten Kernwaffen geschieht. Letztere dürften aber bis ungefähr 2013 eingeschmolzen sein.





Wahrheit, Lügen und unser Gehirn

20 11 2009





Die großen Fragen und das laute Schweigen dazu

19 11 2009

Der Grund für erneut retrakonlose Tage liegt glücklicherweise nicht in einem weiteren Zuschlagen aggressiver Viren, sondern an einer mehrtägigen Fortbildungsveranstaltung in Strobl am Wolfgangsee, die mich offline intensiver denken ließ als online. Ein zentrales Thema meiner Fortbildung war die Willensfreiheit des Menschen. Nun ja, wenn man Neurophysiologen, Neurobiologen und anderen Neuroirgendetwas Glauben schenken darf, dann sind wir nicht frei, sondern vollständig durch unsere Hirnprozesse determiniert. Gut, das war keine neue Erkenntnis, denn es gehört schon seit einigen Jahrzehnten zum guten wissenschaftlichen Ton, den Menschen zu einer Maschine zu erklären. Zugegeben, alle ernst zu nehmenden wissenschaftlichen Experimente zu diesem Thema zeigen eindeutig, dass unser Gefühl, frei zu sein und frei entscheiden zu können, nichts anderes ist als eine Illusion. Es gibt nun mehrere Möglichkeiten, auf dieses Wissen zu reagieren: a) Man könnte es einfach ignorieren und weiter leben wie bisher, b) Man könnte die Experimente anzweifeln und versuchen, sie zu widerlegen, weil „nicht sein kann, was nicht sein darf“, c) Man könnte aus dem Wissen Konsequenzen ziehen und die Welt verändern. Wer sich für a) entscheidet, gehört vielleicht zur großen Mehrheit; dazu zählen auch jene, denen es vollkommen egal ist, wie die Antwort auf diese Frage lautet, weil sie nicht verstehen, dass an der Frage nach der Freiheit des Menschen so viel hängt. Typ b) gehört zu einem interessanten Menschenschlag. Benjamin Libet, der mit seinen berühmten Experimenten den „Wir sind Maschinen“-Wissenschaftlern Tür und Tor geöffnet hat, war mit seinen Einsichten selbst vollkommen unzufrieden und wollte die Ergebnisse seiner eigenen wissenschaftlichen Sensation nicht akzeptieren. Damit gehört er aber sicherlich zu einer Minderheit. Einige Philosophen fallen ebenfalls in diese Kategorie, denn sie wissen, was auf dem Spiel steht, wenn die Freiheit kippt. Nur, wie soll man gegen naturwissenschaftlich kaum anzweifelbare Ergebnisse von bewährten und oft wiederholten Experimenten ankämpfen? Vielleicht indem man das große Ganze betrachtet und Widersprüche sucht. Schließlich Möglichkeit c). Dazu gehören einige Koryphäen der Neurowissenschaften. Sie zeigen schlüssig unser Determiniertsein, aber wenn diese Erkenntnisse unumstößlich das letzte Wort wären, müsste sich eine Menge in unserer Gesellschaft ändern. Keine unangenehme, illegale, böse, falsche oder sonst tadelnswerte Handlung dürfte beanstandet werden, denn wenn der Mensch nicht frei in seinem Handeln ist, wie soll man ihm denn Vorwürfe machen. (Natürlich müsste man Triebtäter „wegsperren“, um die anderen zu schützen, aber eigentlich können sie ja nichts dafür.) Aus dem Status quo, d.h. aus der Tatsache, dass wir immer noch unter den selben Umständen leben, ziehe ich folgenden Schluss: Auch wenn alles darauf hindeutet, dass wir von unserem Gehirn gesteuert werden und ein freier Wille, ja sogar unser Ich reine Illusion sind, werden wir es nicht hinnehmen und alles daran setzen, den Menschen als Menschen zu retten. Und was ich in den vergangenen Tagen ebenfalls noch gelernt habe: Wenn es um die wirklich bedeutenden Fragen geht, dann haben auch hoch dekorierte Universitätsprofessoren keine Antworten und müssen zugeben „Das weiß ich nicht.“ Aber das sagen sie sehr laut.





Lernen besser als dopen

15 11 2009

Der Kognitionswissenschaftler Ralph Schumacher kritisiert so genannte Neuro-Enhancer, also Medikamente, die bei Gesunden das Lernen verbessern sollen. Einige Aussagen dazu:
1. „Bis heute gibt es noch keinen einzigen Neuro-Enhancer, dessen Wirkung wissenschaftlich belegt ist. Die Anzahl der bislang durchgeführten Studien ist sehr klein. Bis heute ist das Thema in erster Linie ein Medienhype.“
2. „Es besteht sicher die Gefahr der Abhängigkeit, wenn der Körper Stoffe, die für den Lernprozess und die Aufmerksamkeit notwendig sind, wie zum Beispiel Dopamin, nicht mehr ausreichend selber produziert, weil diese ständig extern zugeführt werden. Auch die Überdosierung ist ein Thema: Wer sagt, wie viel ich von einem Wirkstoff einnehmen soll, damit ich die anschliessende Prüfung hellwach überstehe?
3. „Nach der Einnahme fühlen sich die Meisten leistungsstark und mächtig. Tests mit Studierenden haben jedoch gezeigt, dass diese sehr impulsiv und fahrig werden, mit dem Lösen von Aufgaben beginnen, bevor sie überhaupt alle relevanten Informationen haben und sich am Ende selbst überschätzen. Ihre Leistungen waren daher schlechter als die Leistungen der Placebo-Gruppe.“
4. „Auch hat sich gezeigt, dass Leistungsunterschiede bei Jugendlichen unter bestimmten Umständen mehr mit Selbstdisziplin als mit Intelligenz zu tun haben. Kompetenzen zur Selbststeuerung lassen sich ebenfalls gezielt lernen.“
Das vollständige Interview gibt es hier.





Illegale Downloads schaden Jungmusikern

14 11 2009

Die Tonträgerfirmen fördern heute in deutlich geringerem Umfang junge Künstler als das vor fünf bis zehn Jahren der Fall war„, meint der Geschäftsführer der Popakademie Baden-Württemberg Hubert Wandjo. Ursache dafür sind unter anderem illegale Downloads, die zu Umsatzrückgängen von bis zu 40% geführt haben. „Wir beobachten einen starken Trend zur Reamateurisierung„, sagte Wandjo. Jungkünstlern, die ins Profi-Lager wechselten und von ihrer Musik leben wollten, sei ein wichtiger Teil des Einkommens und der Förderung nahezu weggebrochen. Dies mindere auch ihre Chance, im Live-Bereich Fuß zu fassen. Dadurch müssten zunehmend junge Musiker ihren Lebensunterhalt auf berufsfremden Wegen verdienen. „Können sie sich nicht auf ihre Kunst konzentrieren, führt dies in der Regel zum Qualitätsverlust.